
Die Flüchtlingssituation beschäftigt Politik und Hilfsorganisationen weiterhin. Nun sprechen sich Berliner Seelsorger für eine Trennung der Unterkünfte nach Religionszugehörigkeit aus.

Nach Ansicht des Zukunftforschers Horst Opaschowski werden in Zukunft soziale Konflikte als bedrohlicher angesehen, als ökonomische Probleme wie Armut und Arbeitslosigkeit. Das treffe auch auf das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen religiösen Ansichten zu.

Eine Rückbesinnung auf gesellschaftliche Werte nehme Angst vor Flüchtlingen, sagt Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Wer die eigene Identität pflege, könne auch anderen Raum geben.

Die Schura Bremen wünscht sich eine stärkere Einbindung der islamischen Gemeinden in die kommunale Flüchtlingshilfe und fordert den Abbau von Misstrauen gegenüber religiösen Flüchtlingshelfern.

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi bezeichnet Pegida-Gründer Bachmann als wahnsinnigen Faschisten. Dieser mobilisierte bei der gestrigen Pegida-Demo erneut um die 8000 Teilnehmer und verglich Bundesminister Heiko Maas mit Goebbels.

Zwei Studenten twittern regelmäßig von fremdenfeindlichen Aufzügen. Unter rechten Demonstranten sind sie nicht gern gesehen. Manchmal wird es brenzlig. Am Montag erhalten sie in Berlin den Preis für Zivilcourage.

Der islamische Religionsphilosoph Ahmad Milad Karimi besucht gerne Flüchtlingsheime in Deutschland. Die Erfahrungen eines Mannes, der selbst ein Flüchtling war.

Die Dresdner Initiative „Herz statt Hetze“ hat für den 9. November zu einer Demonstration gegen das islam- und fremdenfeindliche Bündnis Pegida aufgerufen. Der 9. November ist das historische Datum der Pogromnacht von 1938 und der Öffnung der Grenzen 1989.

Am Freitagabend haben muslimische Jugendliche in Bonn ein aussergewöhnliches Projekt auf die Beine gestellt. Die Idee: Eine einfache Umarmung soll Brücken bauen.