Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um das Leben mit dem Koran. Der Koran sei als Rechtleitung und Ermahnung für die Menschen herabgesandt worden und rufe zum Guten auf, während er vor Schädlichem warne. Wer ihn mit aufrichtigem Herzen lese, dessen Herz werde geheilt und gestärkt. So wie der Körper Medizin benötige, brauche auch die Seele das Licht des Korans. Er gebe dem Leben Sinn, schenke Hoffnung und erinnere an das Jenseits.
Der Koran stärke den Glauben und verbinde die Gläubigen miteinander. Wer an ihn glaube und nach ihm lebe, finde Glück im Diesseits und im Jenseits. Deshalb sei es eine der besten Taten, den Koran zu erlernen und weiterzugeben.
Besonders Kinder und Jugendliche sollten an den Koran herangeführt werden, da dies eine zentrale Verantwortung der Eltern sei. Auch nach dem Ramadan solle die Verbindung zum Koran bestehen bleiben, indem man ihn liest, versteht und im Alltag danach handelt.
In der Freitagspredigt der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) geht es um die Gabe des Wassers und die Verantwortung des Menschen im Umgang mit dieser Gabe. Allah erinnere im Koran daran, dass die Gaben des Lebens zahlreich seien, der Mensch sie jedoch oft als selbstverständlich betrachte. Wasser sei eine der wichtigsten Gaben, da es die Quelle allen Lebens sei und durch den Regen Pflanzen, Tiere und Menschen versorgt würden.
Zugleich habe Allah dem Wasser eine reinigende Eigenschaft gegeben, durch die Menschen sowohl im Alltag als auch für religiöse Handlungen wie die rituelle Waschung Reinheit erlangen könnten. Doch diese große Gabe sei zugleich eine Prüfung, da Wasser leicht verschwendet werden könne.
Die Predigt erinnere daran, dass der Prophet zur Sparsamkeit selbst beim Wudu aufgerufen habe. Daraus werde deutlich, dass Wasser bewusst und verantwortungsvoll genutzt werden solle – aus Dankbarkeit gegenüber Allah und aus Verantwortung gegenüber der Schöpfung.
In der Freitagspredigt des Verbands der islamischen Kulturzentren (VIKZ) geht es um den Hadsch und Umra. Der Hadsch sei eine der fünf grundlegenden Pflichten im Islam und für Muslime verpflichtend, die körperliche, zeitliche und finanzielle in der Lage sein. Wer diese Möglichkeit habe und den Hadsch dennoch nicht vollziehe, dem bleibe diese Pflicht bestehen.
Der Hadsch sei eine große gottesdienstliche Handlung, die sowohl den Einsatz des Vermögens als auch des Körpers erfordere und dem Gläubigen zur Reinigung von Sünden verhelfen könne.
Zugleich werde darauf hingewiesen, dass viele Muslime aufgrund äußerer Umstände den Hadsch nicht immer verwirklichen könnten. Für sie sei die Umra eine wichtige Möglichkeit, die heiligen Stätten zu besuchen. Sie gelte als bedeutende Sunna und werde auch als „kleiner Hadsch“ bezeichnet. Sowohl Hadsch als auch Umra führten die Gläubigen nach Mekka und Medina, besondere Orte des Gebets, der Barmherzigkeit und der spirituellen Erneuerung.
Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.