Ein Ramadan-Gruß der Supermarktkette in sozialen Medien sorgt für Zustimmung und Kritik. Das Unternehmen betont seine Haltung zu Vielfalt.

Mit dem Beginn des Ramadan hat die Supermarktkette Edeka muslimischen Kundinnen und Kunden in Deutschland öffentlich eine „schöne und besinnliche Fastenzeit“ gewünscht – und damit in sozialen Netzwerken eine kontroverse Debatte ausgelöst. Der Beitrag auf der offiziellen Facebook-Seite des Unternehmens zeigte Datteln, orientalische Laternen und den Schriftzug „Ramadan Mubarak“.
Der Ramadan fällt in diesem Jahr mit dem christlichen Aschermittwoch zusammen. Für gläubige Muslime beginnt damit eine Zeit des Fastens von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sowie der spirituellen Besinnung. Vor diesem Hintergrund wollte Edeka nach eigenen Angaben ein Zeichen der Wertschätzung für muslimische Kundschaft setzen.
In der Kommentarspalte unter dem Posting äußerten jedoch zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer Kritik. Einzelne kündigten an, künftig nicht mehr bei der Kette einkaufen zu wollen, andere monierten, christliche Traditionen würden nicht gleichermaßen berücksichtigt. Zugleich gab es auch zustimmende und vermittelnde Stimmen, die die Ramadan-Grüße begrüßten und sie ausdrücklich auch auf Christen in der Fastenzeit ausweiteten. Mehrere Nutzer verteidigten den Beitrag und kritisierten die ablehnenden Kommentare scharf.
Edeka verteidigt den Post und erklärt Nachfrage: „Wir stehen für Vielfalt in der Gesellschaft. Bei uns ist jeder Mensch willkommen – unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Alter.“