In den dicht besiedelten Rohingya-Lagern in Bangladesch sind Brände häufig, besonders in der Trockenzeit zwischen November und Februar auf. Die Hütten bestehen aus leicht entzündlichen Materialien wie Bambus und Planen.

Am Dienstagmorgen hat in einem Flüchtlingslager in Cox’s Bazar in Bangladesch ein Großbrand gewütet. Mehr als 450 Unterkünfte und zehn Schulen von Rohingya gingen in den Flammen auf, wie das Nachrichtenportal Dhaka Tribune berichtet. Laut ersten Informationen soll der Brand durch einen Gaskocher in einer Hütte ausgebrochen sein. Das Feuer habe sich rasch auf die benachbarten Unterkünfte ausgebreitet. Feuerwehr und Zivilschutz des Lagers hätten die Flammen mit Unterstützung von Freiwilligen nach zwei Stunden unter Kontrolle gebracht.
In den Lagern in Bangladesch mit rund einer Million muslimischen Rohingya-Flüchtlingen aus dem benachbarten Myanmar kommt es immer wieder zu Bränden. Zuletzt wurden Ende Dezember viele Unterkünfte und ein Krankenhaus zerstört. Bei einem Großbrand im Dezember 2024 kamen zwei Menschen ums Leben; mindestens 500 Unterkünfte brannten nieder. Bei einer Feuersbrunst im Januar 2024 verloren rund 7.000 Rohingya ihre Unterkünfte. (KNA/iQ)