Chemnitz

18-Jährige reisst Frau Kopftuch runter

Eine 18-jährige Frau hat einer 27-jährigen Frau in Chemnitz das Kopftuch vom Kopf gerissen. Die Polizei ermittelt zu rassistischem Motiv.

09
01
2026
Muslimin auf einer Rolltreppe
Muslimin auf einer Rolltreppe © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Eine 18-jährige Frau hat am Donnerstag gegen 17:45 Uhr einer 27-jährigen Frau in einer Chemnitzer Einkaufspassage die Mütze und das Kopftuch vom Kopf gerissen. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes informierten am Abend Polizisten der Operativen Einsatzgruppe (OEG) über einen Übergriff in dem Einkaufszentrum an der Richard-Möbius-Straße.

Die Geschädigte fühlte sich dadurch entblößt und in ihrer Religionsausübung beleidigt und erlitt zudem leichte Verletzungen. Der 28-jährige Begleiter der Frau ging dazwischen und wurde von der Tatverdächtigen geschlagen, wobei auch er leicht verletzt wurde. Die Einsatzkräfte stellten alle Beteiligten im Einkaufszentrum fest; beide Geschädigten lehnten eine medizinische Behandlung ab. Gegen die 18-jährige deutsche Staatsangehörige wurden Anzeigen wegen Beleidigung und Körperverletzung gefertigt sowie ein Platzverweis ausgesprochen. Ob die Tat rassistisch oder politisch motiviert war sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Bislang sei die Tatverdächtige polizeilich nicht in Erscheinung getreten.

930 Angriffe auf Muslime erfasst

In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden insgesamt 930 Angriffe auf Muslime in Deutschland registriert. Zu den Delikten zählten neben Körperverletzung auch Beleidigung, Volksverhetzung, Sachbeschädigung sowie die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die meisten Angriffe wurden dem rechten Spektrum zugeordnet (794), während linksextreme Täter nur drei Fälle ausmachten.

Leserkommentare

Marco Polo sagt:
Dieser Übergriff auf Mütze und Kopftuch einer Frau während ihrer islamischen Religionsausübung - so nannte sie es ja selber - beim Shopping in einer Chemnitzer Einkaufspassage ist durchaus eine eher zweitrangige Meldung wert. Wo bleibt aber eine Erwähnung und laufende Berichterstattung über den aktuellen Mord-Prozess am Landgericht Magdeburg gegen den angeklagten Attentäter Taleb al-Abdulmohsen, der am 20.12.2024 mit einem Leih-BMW über den Magdeburger Weihnachtsmarkt fuhr und dabei barbarischen Terror verbreitete? Sein Ziel war es, möglichst viele Menschen zu verletzen oder zu töten. Sechs Menschen wurden bei dem Anschlag getötet, über 300 zum Teil schwer verletzt. Für den Prozess, der einen der größten Terroranschläge in der BRD verhandelt, wurde extra eine eigene Halle gebaut. 80 Nebenkläger:innen haben sich gemeldet. Der Angeklagte, der aus Saudi-Arabien stammt, das als Wiege des Islam gilt, will sich selber als Islam-Kritiker verstehen und deshalb auf einem christlichen Fest möglichst viele Zivilisten (m/w/d) ermorden. Was für ein Motivations-Wirrwarr ohnegleichen. Zeigt sich so seine Dankbarkeit gegenüber dem deutschen Staat für einen unbefristeten Aufenthaltstitel als politisch verfolgter Asylant aus Al-hofuf im Osten Saudi-Arabiens? Er reihte sich ein in die Terroranschläge vom Berlinder Breitscheidplatz und von Nizza im Jahr 2016. Der Terror-Prozess in Magdeburg muss als große Warnung wahrgenommen werden. Kleinreden, vergessen, herunterspielen, marginalisieren, bagatellisieren oder vertuschen wollen ist absolut keine Option.
10.01.26
3:58