Österreich

Unbekannte schießen auf Moschee – keine Verletzte

Unbekannte haben auf eine Moschee in Hollabrunn geschossen, verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt. Die Kultusgemeinde verurteilt den Angriff scharf und fordert Aufklärung.

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2025
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Albanische Moschee in Hollabrunn © Facebook - ALKIG, bearbeitet by iQ.
Albanische Moschee in Hollabrunn © Facebook - ALKIG, bearbeitet by iQ.

Unbekannte haben in der Nacht auf Sonntag auf den Eingangsbereich der Moschee des Vereins der Albanischen Muslime in Hollabrunn geschossen. Verletzt wurde niemand, da sich zum Zeitpunkt der Tat keine Personen mehr in den Räumlichkeiten aufhielten, teilte die Landespolizeidirektion Niederösterreich mit.

Kurz vor Mitternacht hatten demnach etwa sechs Personen das Gebäude verlassen. Der Vorsitzende des Vereins, der im Obergeschoß des Hauses wohnt, hörte wenig später einen Knall. Als er sich kurze Zeit danach mit einer weiteren Person traf, entdeckten sie ein Einschussloch im Eingangsbereich der Moschee, wie ein Polizeisprecher schilderte.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde mit Munition eines Faustfeuerwaffenkalibers von mindestens neun Millimetern geschossen. Das Projektil durchschlug den Rahmen der Eingangstür, einen Raum sowie eine Doppelglasscheibe und kam schließlich im Innenhof zu liegen. Im Gefährdungsbereich habe sich niemand aufgehalten. Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Diese werden vom Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung geführt.

Kultusgemeinde fordert Aufklärung und mehr Schutz

Die Albanische Kultusgemeinde verurteilte den Angriff scharf. „Dieser Gewaltakt gegen eine religiöse Einrichtung stellt nicht nur eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit religiöser Gemeinschaften dar, sondern gefährdet auch das friedliche Zusammenleben und die demokratische Ordnung in unserer Gesellschaft“, hieß es in einer Stellungnahme.

Zugleich forderte die Kultusgemeinde eine rasche Aufklärung der Tat und verstärkte Schutzmaßnahmen. Man appelliere zudem an Politik und Öffentlichkeit, „auf jede Form von hetzerischer oder polarisierender Sprache gegenüber religiösen Institutionen und ihren Angehörigen zu verzichten“. Worte trügen Verantwortung und könnten zur Eskalation beitragen. Die Gemeinde stehe weiterhin „entschlossen für Frieden, Dialog und gegenseitigen Respekt“.