Minnesota

US-Professorin zeigt Bild des Propheten (s) und wird entlassen

Eine Kunstprofessorin in den USA zeigte ihren Studenten eine Zeichnung des Propheten Muhammad (s). Eine muslimische Studentin beschwert sich, woraufhin der Professorin gekündigt wird.

10
01
2023
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Professorin
Hörsaal © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

Die Privatuniversität in Minneapolis geriet in die Schlagzeilen, weil dort Studenten die Meinungsfreiheit verletzt sahen. Die Professorin Erika Lopez Prater hatte in ihrem Kunstgeschichte-Seminar an der Hamline Universität eine Zeichnung des Propheten Muhammad (s) aus dem 14. Jahrhundert gezeigt. Darauf sei zu sehen, wie der Erzengel Gabriel auf den Propheten Muhammad (s) zeigt und ihm die erste koranische Offenbarung überbringt.  

Die Zeichnung sei eine Abbildung aus dem „Compendium of Chronicles“, einem der ältesten islamischen Geschichtsbücher der Welt, verfasst von Rashid-al-Din (1247–1318).

Wie die „New York Times“ berichtete soll die Professorin Prater gewusst haben, dass die Darstellung des Propheten Muhammad (s) für viele Muslime eine Sünde ist, und sie deshalb einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen habe. Im Seminar habe sie angegeben, dass im Kurs Bildnisse von heiligen Figuren wie dem Propheten Muhammad (s) und Buddha gezeigt werden. Deshalb habe sie die Studierenden gebeten, sich an sie zu wenden, wenn sie Bedenken haben. Nach Ansicht der Professorin habe dies jedoch niemand getan.

„Vorgehen der Professorin islamfeindlich“

Nach dem Seminar hat sich dann doch eine muslimische Studentin beschwert. Durch diesen Vorfall fühlte sie sich nicht als Teil der Gemeinschaft, sondern an den Rand gedrängt und marginalisiert. Einige der muslimischen Studenten der Universität haben die Proteste gegen die Professorin unterstützt. Die Bilder sollen als Angriff auf ihre Religion betrachtet worden sein.

Die Präsidentin der Universität, Fayneese S. Miller, hat sich demnach einer E-Mail angeschlossen, in der erklärt wurde, dass der Respekt vor muslimischen Studierenden schwerer wiegen müsse, als die Freiheit der Lehre. Schließlich soll der Professorin mitgeteilt worden sein, dass man ihre Dienste im kommenden Semester nicht mehr in Anspruch nehmen möchte.  Der Universitätsverwaltung wurde mitgeteilt, dass das Vorgehen der Professorin eindeutig islamfeindlich gewesen sei.

Kritik nach Kündigung von Professorin

Nach der Kündigung von Professorin Erika Lopez Prater hagelt es Kritik. Viele Professoren stehen ihr bei.  Die Professorin Christiane Gruber startete eine Petition, in der sie eine Untersuchung des Vorfalls forderte. Für Gruber wurde der Professorin Unrecht getan. Bislang unterzeichneten 7.000 Menschen die Petition.