Hamburg

Schura startet Meldestelle gegen antimuslimischen Rassismus 

Islamfeindliche Vorfälle und Diskriminierungen gehören zum Alltag von Muslimen. Ein neue Meldestelle in Hamburg soll diese Übergriffe erfassen und sichtbar machen.

02
07
2021
Neue Meldestelle für islamfeindliche Vorfälle in Hamburg © Nursima Nas, bearbeitet by iQ.
Neue Meldestelle für islamfeindliche Vorfälle in Hamburg © Nursima Nas, bearbeitet by iQ.

Ein neue Meldestelle der islamischen Religionsgemeinschaft Schura Hamburg soll antimuslimische Diskriminierungen und Übergriffe in Hamburg besser erfassen und sichtbarer machen. Betroffene und Zeugen können seit Donnerstag online ihre Fälle melden.

 „Antimuslimischer Rassismus ist Lebensrealität vieler Muslime und Musliminnen. Beleidigungen auf der Straße, Anfeindungen beim Einkaufen, in Bussen oder Bahnen, Ungleichbehandlung bei der Job- und Wohnungssuche und in Bildungseinrichtungen, Angriffe auf Moscheen, Hetze im Internet und Gewaltdelikte gehören zum Alltag von Muslim*innen.“, so Özlem Nas, Bildungsbeauftragte der Schura. Für eine effektive Antirassismusarbeit sei die Dokumentation und die Kommunikation rassistischer Vorfälle in die Stadt hinein unumgänglich. 

 „Die Meldestelle startet am 1. Juli, dem Tag gegen Antimuslimischen Rassismus. Dieser Tag erinnert an den rassistischen Mord an Marwa El Sherbini. Er steht für ein entschiedenes Eintreten für eine solidarische, demokratische, freiheitliche und offene Gesellschaft. Im Gedenken an Marwa El Sherbini trägt die Meldestelle den Namen Marwa“, so Özlem Nas. 

Rassismus begegne Muslimen und als muslimisch gelesenen Personen an vielen Orten und in unterschiedlicher Weise: individuell, strukturell und institutionell. „Viele dieser Fälle bleiben ungehört und ungesehen. Sie werden kaum gemeldet, erfasst und dokumentiert. Die wenigen bekannten Fälle spiegeln nicht die Realität wider und sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.“, so Özlem Nas. Nur in Ausnahmefällen dringe das an die Öffentlichkeit. Es sei davon auszugehen, dass ein großer Teil rassistischer Vorfälle nicht erfasst und behördlich verfolgt werde.

Leserkommentare

Mahmood Al-khayyat sagt:
Ich hoffe, die Ereignisse mit mir verfolgen zu können, denn eine der Banden hat mich mehrmals mit einem Messer erstochen und meine Dokumente, Bücher und Habseligkeiten beschlagnahmt Leider steht in den nächsten Monaten die Abschlussprüfung an und ich kann sie nicht bestehen Wegen der Bedrohung und Körperverletzung und meiner Verbannung in eine abgelegene Gegend hat die Bande leider Einfluss auf die Polizeistation, wo sie alle Verbrechen fallen ließ, von denen das wichtigste ist, dass sie die Gebetsnische platz beleidigt und entweiht haben ... Beweise und Zeugen sind da
13.07.22
14:54