Covid-19

KRM empfiehlt Gemeinschaftsgebete in Moscheen auszusetzen

Der Koordinatonsrat der Muslime empfiehlt Gemeinschaftsgebete und Veranstaltungen in den Moscheen wegen dem Coronavirus vorerst auszusetzen.

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03
2020
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Moscheen
Şehitlik Moschee in Berlin © Facebook/dipo pixx, bearbeitet by iQ.

Die Pandemie durch den Corona-Virus hat mittlerweile das ganze Land erfasst und entsprechend der Vorgaben durch die Bundesregierung und der Bundesländer haben die Islamischen Religionsgemeinschaften vorerst die Freitagsgebete ausgesetzt. Gleichwohl haben inzwischen einige Städte und Gemeinden Veranstaltungen jeglicher Art untersagt. Der Koordinatonsrat der Muslime (KRM) empfiehlt in einer Pressemitteilung, alle Aktivitäten und Veranstaltungen vorerst auszusetzen, um die Ansteckungsgefahr weitgehend einzudämmen.

KRM: „Es ist unsere Aufgabe einander zu schützen!“

Der KRM empfiehlt den Moscheegemeinden in Deutschland die Gläubigen aufzufordern, ihre täglichen Gebete zu Hause zu verrichten, die Moscheen für individuelle Gebete, seelsorgerische und andere religiöse Bedarfe und Anfragen der Gläubigen offen zu halten. Auch sollen die Gläubigen auf die Maßnahmen für den Schutz vor Übertragungen hingewiesen werden. Es sei wichtig, den Schutzmaßnahmen folge zu leisten und auch die Mitmenschen darauf aufmerksam zu machen.

Zudem appelliert der KRM, den Alten, schwachen und bedürftigen Menschen Hilfen anzubieten und den Vorgaben der Behörden und Gemeinden vor Ort Folge zu leisten.

Der Koordinationsrat werde die Entwicklungen weiter verfolgen und diese zum Wohle der Allgemeinheit je nach Bedarf anpassen und darüber informieren. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, Leben zu schützen und den Bedürftigen solidarisch und helfend beizustehen“, so der KRM in der Pressemitteilung.

Kirchen lassen Gottesdienste ausfallen

Angesichts der Corona-Epidemie hat die FDP die Kirchen dazu aufgerufen, bis auf weiteres auf Gottesdienste zu verzichten. „Gottesdienste werden vielfach von älteren Menschen besucht, die zur Hochrisikogruppe zählen“, sagte der religionspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Stefan Ruppert, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Diese Einschränkung ist auch mit Blick auf Ostern nicht schön, aber absolut notwendig.“ Der FDP-Politiker appellierte an die Kirchen, den Gläubigen vorerst Angebote über das Internet und Telefon zu machen. „Diese Form der Religionsausübung schützt die Gesundheit. Und das ist jetzt vorrangig.“

Papst Franziskus hat bereits angekündigt, dass in diesem Jahr die Osterfeierlichkeiten im Vatikan wegen der Corona-Epidemie ohne große öffentliche Beteiligung stattfinden sollen. Üblicherweise sind in der Karwoche und über Ostern Zehntausende Gläubige in Rom. Italien ist in Europa am stärksten von der Epidemie betroffen. (dpa/iQ)