Rheinland-Pfalz

Sportbekleidung für muslimische Spielerinnen im Handball

Immer wieder kam es zu Diskussionen um die getragene Kleidung von muslimischen Spielerinnen. Der Deutsche Handballbund (DHB) setzte nun ein positives Zeichen im Namen der religiösen Vielfalt im Deutschen Handball.

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2019
Sportkopftuch © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

Der Deutsche Handballbund hat in einem offiziellen Antwortschreiben bekanntgegeben, dass im Frauen-Handball künftig im Spielbetrieb unterhalb der 3. Ligen das Tragen von langen Hosen, neben dem Tragen eines Kopftuchs legitim ist. Damit kommt der Bund der Bitte der Schura Rheinland-Pfalz nach, die im Namen ihrer Mitgliedsgemeinden einer einheitlichen Regelung im Sinne der Teilhabe an den Deutschen Handballbund herantraten. Das Tragen eines elastischen Kopftuchs war während des Spiels für muslimische Spielerinnen grundsätzlich erlaubt. Lange Hosen oder Leggins führten jedoch grundsätzlich zu Diskussionen und Ausschluss.

Für Religiöse Vielfalt und Teilhabe

Der DHB wies darauf hin, „dass die Landesverbände ab sofort eigene Regelungen in Bezug auf das Tragen von langen Hosen erlassen und das Tragen dieser Kleidung erlauben können“. Hierfür haben sich erfreulicherweise alle Landesverbände einstimmig ausgesprochen.

„Die Verbände werden die Spielregeln mindestens aus religiösen Gründen, einige sogar darüber hinaus, öffnen. Damit dürfte dem Anliegen bzgl. der Teilhabe im Jugendhandball in den Verbänden des DHB erfolgreich entgegengekommen sein.“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Die Schura RLP bedankt sich bei dem Deutschen Handballbund für diese Entscheidung im Sinne der religiösen Vielfalt und Teilhabe und begrüßen es, dass muslimische Spielerinnen künftig bedenkenlos ihre Spiele antreten können.

Regelung gilt nicht für höhere Ligen im Handball

In höherklassigen Ligen und Nationalmannschaften könne dieses Regelung nicht durchgesetzt werden. Dies sei von dem internationalen Verband aufgrund von „Wettbewerbsgleichheit und Einheitlichkeit im äußeren Erscheinungsbild“ nicht gestattet. Weiter heißt es in dem Schreiben: “ Ausnahmen können bei uns beantragt werden und sind im Einzelfall zu prüfen.“ Dies wäre beispielsweise aufgrund medizinischer Gründe möglich.

Leserkommentare

Prinzessin Rosa sagt:
Es geht also allein um fairen Wettbewerb? Naja, dann hoffe ich mal für die Vereine, dass sie keine großen Talente unter den Hijabis entdecken, sonst tut ihnen das Brett ihres übergeordneten Verbandes noch am eigenen Kopf weh.
22.11.19
21:42