MOSCHEEANGRIFFE

Schweineköpfe an Moschee-Baustelle gefunden

Vor einer im Bau befindlichen Moschee der DITIB in Schwelm haben Unbekannte eine Plastiktüte mit zwei Schweineköpfen und einer Schweinepfote abgelegt. Jetzt ermittelt der Staatsschutz. 

30
10
2019
Schweineteile vor Moschee
Schweineteile vor Moschee © Facebook, bearbeitet by iQ

Vor einer im Bau befindlichen Moschee der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) in Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis) haben Unbekannte eine Plastiktüte mit zwei Schweineköpfen und einer Schweinepfote abgelegt. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

Bauarbeiter seien bereits am Dienstagmorgen auf die Tüte gestoßen, hätten sie zunächst aber nur abgedeckt. Erst am frühen Abend sei die Polizei informiert worden. Sie habe die Tüte samt Inhalt sichergestellt. Die Polizei verstärkte zudem ihre Präsenz an der Baustelle.

Die Pressestelle der Polizei in Hagen teilte IslamiQ auf Anfrage mit, dass die Spuren auf den Schweineköpfen und der Tüte untersucht werden. „Je nach Ergebnis der Untersuchungen werden wir unsere Ermittlungen fortführen“, so der Pressesprecher. Auch habe der Moschee-Vorstand die Polizei erst am Abend über den Vorfall informiert. „Leider wurden die Schweineköpfe über den ganzen Tag mit einer Folie abgedeckt. Damit wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit wichtige Spuren verwischt“, so die Polizei weiter.

Kein Einzelfall

Es ist nicht der erste Fall in Nordrhein-Westfalen, bei dem vor einer Moschee ein Schweinekopf abgelegt worden ist. In Mönchengladbach wurden im Mai auf dem Gelände der Ar-Rahman Moschee „Islamischer Kulturverein“ ein abgetrennter Schweinekopf und mehrere Blutbeutel platziert, wie „RP online“ berichtete. Die Gemeinde habe nach dem Fund die Polizei alarmiert. An einem Nebengebäude der Moschee entdeckte die Polizei bei ihren Ermittlungen dann auch noch rassistische Schmierereien. Der Staatsschutz hatte den Fall übernommen.

Fast jede Woche eine Moschee angegriffen

Im Jahr 2018 sind in Deutschland 48 Moscheen Ziele von islamfeindlichen Angriffen geworden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. Demnach handelte es sich bei 41 Taten um politisch rechts motivierte Straftaten. Sechs Straftaten konnten nicht zugeordnet werden. (dpa/iQ)

IslamiQ hat alle Moscheeangriffe ab 2015 zusammengetragen und auf der Deutschlandkarte markiert. Die Karte wird stetig aktualisiert.

Falls Ihnen ein Moscheeangriff bekannt ist, der nicht auf der Karte zu sehen ist, dann können Sie die nötigen Informationen (Wo? Was? Wann?) an info@islamiq.de schicken.

Leserkommentare

Ethiker sagt:
Diese Vorfälle sind alles Anzeichen von Rassismus: Die meisten Täter trauen sich islamfeindliches Gedankengut zu verbreiten und islamfeindliche Handlungen vorzunehmen. Warum gibt es kaum eine Kampagne gegen diesen Hass? Der Grund ist einfach. Man kann sich denken wer die ersten Opfer einer menschenverachtenden Politik sein werden: Muslime. Es betrifft einen also nicht selbst. Und wenn es die Muslime betrifft, dann ist das gar nichtmal so abwegig. So die Meinung vieler Rassisten und Islamfeinde. Muslime wurden zuvor aus politischen Gründen attackiert, dämonisiert, als Feinde der Freiheit dargestellt, als Rückständig dargestellt und ständig mit sehr negativen Inhalten in Verbindung gebracht. Die Ideologie wurde geistig vorbereitet, nun kommen die Handlungen. Man darf auch nicht vergessen, dass der größte Extremismus nicht per se aus dem Islam kommt, sondern eine Reaktion auf die politischen Züge und deren Ideologie ist. Diese Ideologie der Vernichtung haben extreme Gruppen in ihrer Radikalität übernommen und teilweise versucht in den Islam einzuführen. Es bleibt zu hoffen, dass sich Muslime sich nicht weiter von diesen seltsamen grausamen Vernichtungsideologien anstecken lassen, und eine eigene Friedenspolitik entwickeln.
30.10.19
18:37
Ute Fabel sagt:
@ Ethiker: "Diese Vorfälle sind alles Anzeichen von Rassismus" Unappetitlich, aber kein Anzeichen von Rassismus! Die Landesgeschäftsstelle der rechtspopulistischen Tiroler FPÖ ist in der Nacht auf vergangenen Dienstag erneut mit Fäkalien beschmiert worden. Drei vermummte Täter wurden auf einem Überwachungsvideo aufgezeichnet, sagte ein FPÖ-Sprecher. Bereits im vergangenen November gab es einen solchen Vorfall, bei dem ebenfalls drei Täter auf einem Video zu sehen waren. Sie wurden allerdings nie ausgeforscht.Das Video zeige, wie drei Vermummte befüllte Luftballons auf den Eingangsbereich der FPÖ-Zentrale in Innsbruck geworfen hatten. Auch unappetitlich, aber auch kein Anzeichen von Rassismus!
31.10.19
13:34
Kritika sagt:
" Sollte es [ das Kopftuch ] dann nicht auch für muslimische Mütter untersagt sein, die als Begleitpersonen bei Schülerausflügen mitfahren? Ja, finden rechte Abgeordnete. Um gegen die dauer-Kopftuch-Provokation zu sein, braucht man nicht 'rechts ' zu stehen, wie Islamiq fälschlicherweise behauptet. Dieser Standpunkt ist vielmehr deutlich neutral- liberal, und Islam-Ablehnend.
01.11.19
2:13
Ute Fabel sagt:
@Ethiker: „Man darf auch nicht vergessen, dass der größte Extremismus nicht per se aus dem Islam kommt, sondern eine Reaktion auf die politischen Züge und deren Ideologie ist.“ Doch, gewalttätige Botschaften gegenüber Andersdenkenden findet man bereits im Koran selbst zuhauf: Sure 8-12: „In die Herzen der Ungläubigen werfe Ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab.“ 22-19ff: „Für die Ungläubigen sind Kleider aus Feuer geschnitten, gegossen wird siedendes Wasser über ihre Häupter, das ihre Eingeweide und ihre Haut schmilzt, und eiserne Keulen sind für sie bestimmt.“ Natürlich gibt es viele nette Moslems, die diese Verse nicht kennen, sie überspringen oder versuchen, sie irgendwie umzudeuten. Auch das Neue Testament ist durchzogen von einem absoluten Wahrheitsanspruch und der Unterscheidung zwischen erlösungswürdigen Rechtgläubigen und verdammungswürdigen Schlechtgläubigen. Markus 16,16 Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Johannes 14,6: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Auch hier gilt: Viele nette Christen kennen diese Bibelstellen gar nicht oder messen ihnen keine Bedeutung bei. Das ändert aber nichts daran, dass es in Bibel und Koran intolerante Aussagen gibt und das leider nicht nur sporadisch, sondern wie ein roter Faden den gesamten Text hindurch.
03.11.19
18:11