Bremen

Mehrere Koranexemplare in Moschee geschändet

Unbekannte haben mehrere Koranexemplare in der Bremer Rahma Moschee beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt.

10
06
2019
Koranexemplare geschändet
Rahma Moschee © Schura Bremen, bearbeitet by IslamiQ.

Am Samstagnachmittag wurde die Schura Bremen Mitgliedsgemeinde Rahma Moschee in der Löningstraße Ziel eines islamfeindlichen Angriffs. Ein oder mehrere Unbekannte beschädigten etwa 50 Exemplare des Korans in einer Moschee in der Bahnhofsvorstadt. Die Polizei sucht Zeugen.

Ein Zeuge entdeckte gegen 16 Uhr die etwa 50 beschädigten Korane in dem Waschraum der Moschee. „Der Unbekannte habe  vermutlich zwischen 14 und 16 Uhr die Räumlichkeiten betreten und zahlreichen Ausgaben zerrissen und teilweise in die Toilette gestopft. Die Moschee war zu diesem Zeitpunkt regulär geöffnet“, so die Polizei.

Der Staatsschutz der Polizei Bremen hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob ein politisch oder religiös motivierter Hintergrund vorliegt. Ein öffentlicher Zeugenaufruf wurde ebenfalls gestartet. Zeugen werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter 0421 362-3888 zu melden.

Schura Bremen: „Nicht provozieren lassen!“

In einer Pressemitteilung verurteilt die Schura Bremen den Angriff aufs Schärfste.  „Als Muslime sind wir schockiert und zugleich verärgert über diesen Anschlag“, erklärt Schura Bremen. Sie erwarte von den Sicherheitsbehörden maximale Transparenz über die Untersuchungsergebnisse und ein entschiedenes sowie hartes Vorgehen gegen die Täter. „Wir wünschen uns eine bessere Sicherung der Moscheen“. 

Beleidigungen und Hasskommentare beschränken sich schon seit langem nicht mehr nur auf die sozialen Medien. „Praktisch tagtäglich seien Muslime in Deutschland verbalen und körperlichen Angriffen ausgesetzt“, betont Schura Bremen. Erst vor wenigen Tagen wurden zwei Jugendliche in einer Bremer Straßenbahn aufgrund ihres muslimischen Glaubens zuerst beleidigt und anschließend einer mit einem Messer schwer am Hals verletzt. „Wir appellieren an alle Muslime sich nicht von solchen Idioten und Brandstiftern provozieren zu lassen. Als Bremer Muslime müssen wir in dieser schwierigen Zeit noch enger zusammenstehen“, so die Religionsgemeinschaft abschließend.

Scheiben von Kasseler Moschee eingeworfen

Am Wochenende hat ein Unbekannter Scheiben der DITIB Zentralmoschee in Kassel mit Steinen eingeworfen. Zur Tatzeit hielten sich keine Personen in den betroffenen Räumen auf. Der entstandene Sachschaden sei noch nicht sicher. Die Kriminalpolizei habe die weiteren Ermittlungen übernommen und ermittelt gegen den unbekannten Tatverdächtigen. Die Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt.

 

 

 

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Waren die jugentlichen vielleicht KopftuchMädchen, die nur wegen ihre provozierende Kleidung ( und nicht ihres Glaubens wegen ) angesprochen wurden? Dann ja dann haben sie es selber in der Hand, KopftuchKritische Bemerkungen künftig zu vermeiden. Dann sollten sie fortan normal gekleidet Tram fahren. Ihnen wird dan kein Hährchen gekrümmt und die andere Passagieren müssen sich nicht über unbelehrbare KopftuchMädchen ärgern. Eine typische Win - Win Situation also. Gruss, Kritika
10.06.19
19:34
Kritika sagt:
L.S. Waren die jugentlichen vielleicht KopftuchMädchen, die nur wegen ihre provozierende Kleidung ( und nicht ihres Glaubens wegen ) angesprochen wurden? Dann ja dann haben sie es selber in der Hand, KopftuchFeindliche Bemerkungen künftig zu vermeiden. Dann sollten sie fortan normal gekleidet Tram fahren. Ihnen wird dan kein Hährchen gekrümmt und die andere Passagieren müssen sich nicht über unbelehrbare KopftuchMädchen ärgern. Eine typische Win - Win Situation also. Gruss, Kritika
10.06.19
19:38
Emanuel Schaub sagt:
Für einen kommentar zum anspruchsvollen theologischen Text oben hat es wieder nicht gereicht, umso leichter zum Thema Nr. 1 Kopftuch.. Na denn ...... gruß emanuel
11.06.19
12:26
Kritika sagt:
An Herr Emanuell Schaub. Er schreibt: " zum anspruchsvollen theologischen Text oben hat es wieder nicht gereicht, umso leichter zum Thema Nr. 1 Kopftuch. " -------- Wie ich mehrfach - unwidersprochen - erwähnt habe, gibt es keine Götter, also auch keine Theologie sondern nur GötterMährchen und die sind nicht anspruchsvoll sondern langweilig. Kopftücher dagegen gibt es - leider - in der Realität und Menschen, die sich dadurch belästigt fühlen und deshalb " zurück-Belästigen". Meinen Sie, Herr Schaub, dass die KopftuchMädchen irgendwann einmal begreifen, dass sie die Feindschaft, zwischen und normalmenschen durch KopftuchSturheit nur noch schüren? Gruss, Kritika
13.06.19
0:19