Dresden

Islamfeindliche Schmierereien im Umfeld der Moschee

In unmittelbarer Nähe der Fatih-Moschee in Dresden wurden islamfeindliche Schmierereien entdeckt. Erst Ende September wurde ein Sprengstoffanschlag auf die Mosche verübt.

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2016
Bild von dem Sprengstoffanschlag auf die DITIB-Moschee in Dresden© DİTİB Şehitlik Camii Gençlik - DİTİB Sehitlik Moschee Jugend

Ein Unbekannter hat in der Nacht im Umfeld der Fatih-Moschee in Dresden islamfeindliche Schmierereien hinterlassen. Wachpolizisten hätten die Schriftzüge am Morgen an einem Schaltkasten, einem Lichtmast sowie an zwei Baustellenabsicherungen entdeckt. Dies teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Moschee selbst blieb unberührt. Videomaterial zeige einen Mann im Alter von etwa 25 bis 30 Jahren in einer Art blauen Jogginganzug, der sich gerade an einem Lichtmast zu schaffen mache, hieß es. Die Polizei sucht Zeugen.

Sprengstoffanschlag im September

Auf die Moschee war erst Ende September ein Sprengstoffanschlag verübt worden. Zum Zeitpunkt der Detonation befanden sich der Imam mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in der Moschee. Sie blieben allerdings unverletzt. Seitdem wird die Moschee von der Polizei bewacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt immer noch gegen den bisher unbekannten Täter. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Grünschnabel sagt:
An dieser Stelle folgende Erinnerung: Die Masse an Angriffen auf muslimische Einrichtungen oder Personen darf nicht dazu führen, dass man sich an diese Situation gewöhnt! Jeder Anschlag zählt für sich und ist abartig, erschreckend, alarmierend! Deswegen: Aufschrei bei jedem einzelnen neuen Anschlag!
15.11.16
9:58
Norma sagt:
@Grünschnabel: In muslimischen Ländern werden weitaus mehr Gotteshäuser angegriffen. Nicht selten werden sie sogar gleich weggesprengt. Dagegen sind ein paar Schmierereien doch wohl eher banal. Die Aufschreie sind also heuchlerisch.
15.11.16
15:20