Universität Köln

Uni Köln eröffnet „Raum der Stille

An der Universität Köln wird voraussichtlich bis zum Wintersemester ein „Raum der Stille“ entstehen. Der Raum soll allen Studierenden die Möglichkeit zu Ruhe und Selbstfindung bieten.

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2016
Universität zu Köln © by Tim Bartel auf flickr.com (CC BY 2.0),

An der Universität Köln entsteht bis zum Wintersemester ein „Raum der Stille“. Die rund 40 Quadratmeter große Fläche solle allen Studierenden die Möglichkeit zu Ruhe und Selbstfindung bieten, sagte Uni-Sprecherin Merle Hettesheimer am Donnerstag auf Anfrage in Köln. „Es ist kein Gebetsraum, aber solange kein anderer beeinträchtigt wird, ist natürlich auch Beten erlaubt.“

Sollten allerdings Konflikte wie zuletzt an den anderen Hochschulen im Ruhrgebiet, werde die Universität zu „entsprechenden Maßnahmen“ greifen, so die Sprecherin. An der Technischen Universität Dortmund etwa habe es Probleme gegeben. Daraufhin ließ die Hochschule den konfessionsneutralen Raum schließen.

Der „Raum der Stille“ in Köln entsteht im ehemaligen Studierendensekretariat im Untergeschoss des Hauptgebäudes. Er werde „eher kahl“ und ohne alle religiösen Symbole eingerichtet sein, sagte Hettesheimer. „Wer will, kann dort seine Bibel oder seinen Gebetsteppich nutzen, muss sie aber anschließend wieder mitnehmen.“

Die Pläne für den Ort zum Innehalten hätten sich vor etwa drei Jahren in Zusammenhang mit dem neuen Studierenden-Service-Center der Universität Köln ergeben. Dadurch seien die Räumlichkeiten frei geworden. Die Kosten trage allein die staatliche Hochschule; es seien weder Kirchen noch andere Religionen an Finanzierung oder Planung beteiligt, so die Uni-Sprecherin. (KNA, iQ)

Leserkommentare

Manuel sagt:
Wenn nicht wieder sagen wir mal der Raum der Stille islamisiert wird, dann kann man darüber nachdenken, obwohl ich prinzipiell der Meinung von, eine Uni ist kein religiöser Tempel.
03.03.16
20:14
Marianne sagt:
Die Konflikte sind doch vorprogrammiert. Zu den Gebetszeiten werden die Muslime den Raum in Beschlag nehmen und anderen den Zutritt verweigern bzw. Frauen in eine hintere Ecke verweisen. Wenn man Muslimen den kleinen Finger gibt, reißen sie einem den ganzen Arm ab.
07.03.16
15:53
Robert sagt:
Da Muslime nun einmal für ihr Gebet besondere Vorschriften haben (z.B. Trennung der Geschlechter), würde es schon Sinn machen, neben einem Raum der Stille auch einen Gebetsraum für Muslime einzurichten.
10.03.16
10:46
Manuel sagt:
@Robert: Eine Uni ist keine Moschee und wenn ihnen die Beterei soll viel bedeutet können sie sich gerne einen Raum in Uni-Nähe mieten.
12.03.16
16:13
Anne sagt:
@Marianne: bitte keine Pauschalisierungen, da diese nicht der Realität entsprechen. In Köln wird es Menschen geben, die bei der Selbstaufsicht helfen. Stille ist ein dringendes Bedürfnis der meisten (wenn nicht aller) Menschen und hat viele gute Vorbilder, nicht zuletzt an vielen internationalen Flughäfen und Bahnhöfen (Berlin, Stockholm, Wien,...), die Gelegenheit zur Ausübung vielerlei Religionen und auch konfessionsfreie Besinnung und Erholung wie z.T. auch Beratung anbieten, es gibt sie auch in vielen Kirchen, z.B. St. Peter, Köln und an zahlreichen weiteren Instituten, z.B. dem für Achtsamkeit oder im Oshos, oft sogar zur kostenfreien Benutzung.
16.08.17
15:04