Flüchtlinge in Deutschland

„Heimisch im Flüchtlingsheim“

Der islamische Religionsphilosoph Ahmad Milad Karimi besucht gerne Flüchtlingsheime in Deutschland. Die Erfahrungen eines Mannes, der selbst ein Flüchtling war.

02
11
2015
Studie zur Stimmung gegenüber Flüchtlinge in Deutschland
Flüchtlinge © Andreas Schalk auf flickr, bearbeitet by IslamiQ

Der islamische Religionsphilosoph Ahmad Milad Karimi besucht nach eigenen Angaben gerne Flüchtlingsheime. Das seien Orte, die „mir sehr viel bedeuten“, sagte Karimi in einem Interview der „Frankfurter Rundschau“. Er fühle sich dort „heimisch“, so der Islamwissenschaftler, der selbst als Kind mit seinen Eltern aus Afghanistan floh. Er erlebe dort ein „Urgefühl der Vertrauthaut“.

Als Student in Freiburg habe er Flüchtlingsheime besucht und Kindern dort Bücher vorgelesen. Das sei «etwas ganz Eigenes», und das berühre ihn sehr, erklärte Karimi, der stellvertretender Leiter des Zentrums für Islamische Theologie in Münster ist.

In Deutschland angekommen sei er erst, nachdem er als Abiturient Goethes Faust gelesen habe. In der Mitte des Buches habe er kein Wörterbuch mehr gebraucht. „Ich las, und ich verstand, was da vor sich geht, und ich habe mich verliebt in Faust, in Goethe und in die deutsche Sprache.“ (KNA, iQ)

Leserkommentare

Markus sagt:
Na hoffentlich redet er nicht so, wie Goethes Figuren.
04.11.15
15:35