In Baden-Württemberg wird der islamische Religionsunterricht an öffentlichen Schulen weiter ausgebaut. Inzwischen wurde der Religionsunterricht in vielen Bundesländern als reguläres Schulfach eingeführt und etabliert.
Der baden-württembergische Landesvorsitzender der LVIKZ, Yavuz Kazanç wurde mit dem höchsten Verdienstorden des Landes geehrt. Der Ministerpräsident betonte vor allem seine Verdienste für die Integration der Muslime.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann plädiert für eine Förderung der Ausbildung islamischer Religionslehrer in Baden-Württemberg. Nur so könne qualitativ hochwertiger islamischer Religionsunterricht gewährleistet werden.
Die Landesregierung Baden-Württemberg plant den Islamunterricht weiter auszubauen. Die islamischen Religionsgemeinschaften kritisieren die langsame Entwicklung und fühlen sich vom Kultusministerium zu wenig einbezogen.
Vor einem Jahr hat der muslimische Kindergarten in Mannheim seinen Betrieb erfolgreich aufgenommen. Auch christliche Kinder sind in dem Kindergarten angemeldet.
Unter dem Motto „Der Islam gehört zu Deutschland“ wurde heute im Landtag Baden-Württemberg über den Islam und über islamfeindliche Bewegungen wie Pegida und AfD debattiert. Die Fraktionen vertreten unterschiedliche Positionen.
Der stellvertretende Ministerpräsident von Baden-Württemberg Nils Schmidt, kritisiert die Aussagen mehrerer Unions-Politiker, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Die Ablehnung des Islam schüre Vorurteile gegen Muslime in Deutschland.
In Baden-Württemberg ist es künftig nicht mehr möglich, sich aus religiösen Gründen vom Schwimmunterricht zu befreien. Hintergrund ist ein Gerichtsurteil des Bundesverwaltungsgerichts, wonach muslimischen Schülerinnen die Teilnahme am koedukativen Schwimmunterricht im Ganzkörperbadeanzug „Burkini“ zuzumuten sei.
Das preisgekrönte Partizipationsprojekt für junge Muslime, JUMA (jung, muslimisch, aktiv), startet am 27. Oktober auch in Baden-Württemberg. Zum Auftakt werden 100 muslimische Jugendliche in den Räumen der Robert Bosch Stiftung erwartet.
In Baden-Württemberg soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, in der Vertreter der islamischen Religionsgemeinschaften als Ansprechpartner für die Landesregierung den bisher geführten Dialog in konkrete Projekte und Handlungen überführen. Ein Staatsvertrag scheint derzeit jedoch kein Thema mehr zu sein.