Die Linke erfragt regelmäßig Zahlen zu Angriffen gegen Menschen, die in Deutschland Schutz suchen. Aktuelle Daten zum letzten Quartal zeigen ein düsteres Bild.

Angriffe gegen Geflüchtete reißen in Deutschland nicht ab. Allein im vierten Quartal 2025 wurden 204 Straftaten gegen diese Personengruppe außerhalb von Flüchtlingsunterkünften registriert. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Innenpolitikerin Clara Bünger hervor, über die zuerst die „Frankfurter Rundschau“ berichtete. Die Antwort liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor.
Demnach waren unter den 204 Straftaten 32 Gewaltdelikte. Weitere 33 politisch motivierte Straftaten richteten sich gegen Unterkünfte von Geflüchteten, darunter auch Brandstiftungen.
Verletzt wurden laut dem Bericht 25 Menschen, darunter auch ein Kind. Die Zahlen zeigen noch nicht das komplette Bild, da viele Taten erst mit Verspätung in die Statistik aufgenommen werden, wie es hieß.
„Seit Jahren gehören Übergriffe auf Geflüchtete zum Alltag in Deutschland“, sagte Bünger der „Frankfurter Rundschau“. Menschen, die auf der Suche nach einem Leben in Sicherheit und Würde hergekommen seien, würden angefeindet, eingeschüchtert, bedroht und auch körperlich angegriffen. „An diese Zustände dürfen wir uns niemals gewöhnen“, warnte die Linke-Politikerin. Sie betonte, neben der strafrechtlichen Verfolgung brauche es endlich Konzepte für wirksamen Schutz.