Freitagspredigten

Aufrichtigkeit, Ramadan, Tod

Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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01
2026
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Freitagspredigt © Shutterstock, bearbeitet by iQ.
Freitagspredigt © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um die Bedeutung von Aufrichtigkeit und Vertrauenswürdigkeit für das persönliche und gesellschaftliche Leben hervorgehoben. Aufrichtige Menschen lebten innerlich ruhig, da sie weder Lügen noch Täuschung mit sich trügen. In ihrem Umfeld entstünden Sicherheit, Liebe und gegenseitiger Respekt.

Aufrichtigkeit sei nicht nur eine individuelle Tugend, sondern das Fundament einer stabilen Gemeinschaft. Der Prophet habe verdeutlicht, dass Wahrhaftigkeit zum Guten und letztlich ins Paradies führe. Sie sei Ausdruck des Îmâns und Zeichen eines reinen Herzens.

Zugleich werde betont, dass der Verlust gemeinsamer Werte zu wachsendem Misstrauen führe – selbst innerhalb von Familien und Freundschaften. Täuschung und Betrug stünden im Widerspruch zum Glauben. Ein gläubiger Mensch verbreite durch sein Verhalten Vertrauen. Muslim zu sein bedeute daher, Verlässlichkeit zu leben und durch Ehrlichkeit die Gemeinschaft zu stärken.

Der Ramadan naht

Die Freitagspredigt der Türkisch Islamischen Union e.V. (DITIB) thematisiert die Annäherung an den Monat Ramadan. Der Prophet habe den Monat Schaban besonders geschätzt und ihn genutzt, um sich durch vermehrte freiwillige Gottesdienste auf den Ramadan vorzubereiten. Die Gläubigen würden dazu aufgerufen, diesem Vorbild zu folgen und ihre Glaubenspraxis mit Aufrichtigkeit zu vertiefen.

Besonders betont werde die enge Verbindung zum Koran. Die Gläubigen sollten ihn lesen, verstehen und in ihr Leben integrieren. Wer noch nicht lesen könne, solle damit beginnen, wer es beherrsche, solle täglich rezitieren. Auch zusätzliche Gebete, Bittgebete und innere Einkehr würden empfohlen. Die Vorbereitung auf den Ramadan betreffe nicht nur einen Monat, sondern das gesamte Leben und diene dazu, bewusst in das Jenseits zu investieren.

Vorbereitung auf den Tod

In der Freitagspredigt des Verbands der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) geht es um die Unvermeidbarkeit des Todes und die richtige Vorbereitung auf das Jenseits. Der Tod werde als Übergang vom irdischen Leben zur ewigen Wahrheit verstanden und nicht als Auslöschung. Entscheidend sei nicht der Zeitpunkt des Todes, sondern der Zustand des Glaubens, in dem der Mensch ihm begegne. Das Gedenken an den Tod solle nicht entmutigen, sondern zu einem bewussteren, moralischeren und verantwortungsvolleren Leben führen. Wer sich seiner Vergänglichkeit bewusst sei, schätze seine Zeit und bemühe sich um gute Taten.

Das Gebet, die Ehrlichkeit, der Respekt vor den Rechten anderer und ein Leben nach halal und haram seien zentrale Elemente der Vorbereitung für den Tod und das Leben danach. Reichtum und Ansehen blieben zurück, während gute Werke den Menschen begleiten. Zudem werde auf die Bedeutung einer islamischen Bestattung hingewiesen und zur rechtzeitigen Vorsorge ermutigt.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.