Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um die anstehende Mirâdsch-Nacht am 15. Januar. Es sei besonders wichtig, sich stets daran zu erinnern, dass man nicht nur für das Diesseits lebt, sondern zugleich Verantwortung gegenüber Allah trägt.
In einer Zeit großer Not, innerer Erschöpfung und Verletzlichkeit wurden ihm diese besonderen Ereignisse zuteil. Mit diesen Ereignissen kam das Gebet, die letzten Verse der Sure Bakara und die glückliche Botschaft, dass denjenigen aus seiner Gemeinschaft, die Allah nichts beigesellen, auch die großen Sünden vergeben werden.
In der Mirâdsch-Nacht wurde das fünfmalige Gebet als göttliche Barmherzigkeit gegeben, als stärkste Verbindung mit unserem Schöpfer. Deshalb werde es auch als Mirâdsch des Gläubigen bezeichnet. Die Himmelsreise sei keine Flucht; der Gesandte (s) wurde erhoben und kehrte danach wieder zurück. Denn wahre Frömmigkeit zeige sich nicht im Rückzug, sondern darin, mitten im Leben gerecht und moralisch zu handeln.
Die Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) thematisiert auch die Bedeutung der Mirâdsch-Nacht. In jenen Tagen tiefster Trauer des Propheten (s) öffnete Allah ihm die Toren zu einer einzigartigen Reise. Er wurde von der Heiligen Moschee in Mekka (Masdschid al-Haram) zur Masdschid al-Aksa und von dort aus auf die Mirâdsch-Reise geführt. Diese gesegnete Reise sei ein kräftiger Beweis dafür, dass Allahs Allmacht nicht an unsere begrenzten Vorstellungen von Zeit und Raum gebunden ist und dass Seine Barmherzigkeit jede Entfernung mühelos überwindet.
Heute führten Stress, Einsamkeit und geistige Erschöpfung im modernen Leben oft dazu, dass die innere Kraft schwindet und die Seelen müde werden. Die gesegnete Reise sei ein Heilmittel für die Probleme dieser Zeit und erinnere an folgende wichtige Wahrheiten: Der Mensch ist in dieser Welt niemals verlassen oder allein. Denn Allah sei mit denen, die an Ihn glauben und auf Ihn vertrauen. Was auch immer auf dem Lebensweg begegne: man dürfe nicht der Hoffnungslosigkeit verfallen, nicht aufgeben und nicht den Mut verlieren. Denn Allah ist mit den Geduldigen.
Auch die Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) thematisiert diese Woche die Mirâdsch-Nacht. Mirâdsch bedeutet wörtlich „Leiter“. In der islamischen Terminologie bezeichnet es das spezielle Ereignis, in der der Prophet (s) von der Kaaba, al-Aksâ Moschee in Jerusalem gebracht wurde, von dort aus die sieben Himmel durchquerte bis er die Sidrat al-Munteha erreichte und danach von Angesicht zu Angesicht mit der Gegenwart Allahs, fern von Zeit und Raum, beehrt und wieder zurückgebracht wurde.
Muslime sollten diese Nacht nutzen und möglichst viele Ibadats verrichten. Hierzu gehöre das freiwilligen Gebet und das Fasten an dem Tag.
In der Freitagspredigt des Verbands Islamischer Kulturzentren (VIKZ) geht es um
Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.