Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es diese Woche um den Tod. Der Koran weise darauf hin, dass allein Allah Macht über Zeit, Leben und Besitz habe und dass Nacht und Tag, Sonne und Mond einer festgelegten Frist folgten. Der stetige Lauf der Zeit erinnere den Menschen daran, dass sein Leben begrenzt sei und jedes Jahr unbemerkt näher an das Ende führe.
Der Tod sei eine unausweichliche Realität, die zur Selbstreflexion aufrufe. Lebenszeit dürfe nicht mit Maßlosigkeit, Konsum und Begierden verschwendet werden. Besonders zum Jahreswechsel zeige sich Vergessen gegenüber Halal und Haram sowie Verantwortungslosigkeit gegenüber Umwelt und Seele.
Ein gläubiger Muslim solle sich am Koran und an der Sunna orientieren, achtsam leben und sich regelmäßig fragen, wohin sein Weg führe und wie er sich auf das Jenseits vorbereite.
Die Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) thematisiert in ihrer Freitagspredigt die Bedeutung der Liebe im Glauben. Ausgangspunkt sei der göttliche Name el-Wedud, der Allah als den Liebenden und als den am meisten zu Liebenden beschreibe. Liebe gelte als zentrales Zeichen für Allahs Existenz, Einheit und Barmherzigkeit und sei nicht nur Gefühl, sondern Grundlage des Lebens.
Dıe Liebe zu Allah solle im Herzen eines Muslims den höchsten Platz einnehmen und sich in Gehorsam, Einsatz und guten Taten zeigen müsse. Daraus folge die Liebe zum Propheten Muhammad (s), dessen Sunna als Lebensweg gelten solle, da der Mensch im Jenseits mit dem zusammen sei, den er liebe. Darüber hinaus werde zur Liebe und Achtung gegenüber Eltern, Familie, Verwandten und Mitmenschen aufgerufen. Gegenseitige Liebe stärke Glauben, Gemeinschaft und Hoffnung auf das Paradies.
In der Freitagspredigt des Verbands Islamischer Kulturzentren (VIKZ) geht es um die Notwendigkeit, der Rechtleichtung (hidaya) zu folgen. Hidaya, sei der rechte Weg, der zu Allah Ta’ala führt. Dieser Weg sei der Kur’an Kerim und der Islam, der in ihm beschrieben wird. Das Gegenteil von Hidaya sei Irreführung. Diese beiden Wege würden auch als Wahrheit und Unwahrheit bezeichnet.
Allah sei derjenige, der eigentlich die Rechtleitung erschafft. Der rechte Weg sei eins, nämlich der Islam, der nach den Grundlagen der Ahl as-Sunna wa l-Dschama’a gelebt wird. Der Grund, warum andere Strömungen außerhalb der Ahl as-Sunna als Splittergruppierungen bezeichnet werden, liege darin, dass sie Nachahmungen des rechten Weges seien.
Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.