Auvergne-Rhône-Alpes

Moschee in Frankreich mit Steinen beworfen

Immer wieder werden Moscheen in Frankreich Opfer von Angriffen. Dieses Mal wurde eine Moschee in Auvergne-Rhône-Alpes mit Steinen beworfen. Auch die Polizei wurde von den Tätern angegriffen.

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12
2022
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Muslime in Frankreich
Symbolbild: Frankreich © shutterstock, bearbeitet by iQ.

In der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes haben mehrere Unbekannte eine türkischstämmige Moschee mit Steinen beworfen. Laut der französischen Zeitung „Le Dauphiné Libéré“ seien in der Tatzeit viele Gläubige in der Moschee gewesen. Weiteren Medienberichten zufolge sei glücklicherweise niemand aus der Gemeinde verletzt worden. 

Allerdings wurden die geparkte Autos der Gemeindemitglieder beschädigt. „Die Gläubigen waren schockiert, aber wir dürfen nicht in diese Falle tappen“, so der Moscheevorstand gegenüber Medien. Zudem soll er die Gemeindemitglieder aufgefordert haben, ruhe zu bewahren.

Auch die Polizei sei bei der Ankunft zum Tatort von denselben Personen angegriffen worden, die die Moschee mit Steinen beworfen haben. Die Polizei soll Waffen eingesetzt haben, um die Situation zu beruhigen. Die Moscheegemeinde habe nun Anzeige gegen die Täter erstattet.

Angriffe auf Moscheen in Frankreich kein Einzelfall

In Frankreich werden immer wieder Moscheen Opfer von Angriffen. Im September wurde eine Moschee in der französischen Gemeinde Rambouillet im Departement Yvelines durch ein Feuer zerstört. Wie örtliche Medien berichteten, leitete die Staatsanwaltschaft von Versailles eine Untersuchung wegen möglicher Brandstiftung ein und übertrug die Ermittlungen der Kriminalpolizei.

Auch im Juni soll es in einer Moschee in Rennes in Frankreich einen Brand gegeben haben. Ob es sich dabei um eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandentstehung handelt, ist Gegenstand andauernden Ermittlungen. Geprüft werde auch ein Zusammenhang mit politisch motiviertem Hintergrund.