Mecklenburg-Vorpommern

Trotz Lockdown: Opferverein Lobbi zählt mehr rechte Angriffe

Der Opferberatungsverein „Lobbi“ hat im vergangenen Jahr 93 rechte Angriffe auf insgesamt 187 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern registriert.

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Politisch motivierte Gewalttaten
Symbolbild: Politisch motivierte Tat © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

Der Opferberatungsverein „Lobbi“ hat im vergangenen Jahr 93 rechte Angriffe auf insgesamt 187 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Die Zahlen bewegen sich damit leicht über denen von 2019, wie der Verein am Montag mitteilte. Dort waren es demnach noch 89 rechte Angriffe.

Diese Entwicklung sei überraschend, da anzunehmen war, dass es im Zuge der Corona-Pandemie zu weniger Zusammenkünften komme. Unter den Angriffen seien 59 Körperverletzungen. In mehr als der Hälfte der Fälle handelten die Angreifer demnach aus rassistischen Motiven.

Im vergangenen Jahr nahmen den Angaben zufolge Angriffe auf politische Verantwortungsträger oder politische Gegner mit insgesamt 27 deutlich zu.

Der Verein geht von einer hohen Dunkelziffer bei den Straftaten aus. Die Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr um fast ein Viertel gesunken. Das ging aus den Antworten der Landesregierung auf vier Kleine Anfragen der Linken im Landtag hervor. Danach registrierte die Polizei 1103 Zwischenfälle nach 1425 im Jahr zuvor. Zahlen aus dem Innenministerium liegen für das vergangene Jahr noch nicht vor. (dpa/iQ)