Oberhausen

Petition gegen Gebetsruf – ohne Grund?

Eine Petition ruft dazu auf, den Gebetsruf einer Oberhausener Moschee zu verhindern. Dabei hat die Gemeinde keinen Antrag bei der Stadt eingereicht.

08
04
2016
Minarette
Immer wieder Gegenstand von Diskussionen: Minarette in Europa. © by Evangelisches Schuldekanat Schorndorf/Waiblingen auf Flicker (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Im Oberhausener Stadtteil Lirich entsteht seit 2012 die Ayasofya-Moschee. Obwohl der Bau noch längst nicht abgeschlossen ist, führt die Moschee bereits zu Diskussion. Gegen den angeblich geplanten Muezzinruf der Moschee wurde eine Online-Petition gestartet. Dabei hat die Gemeinde gar keinen Antrag für einen Lautsprecher bei der Stadt eingereicht.

Die Petition hat mittlerweile etwa 2600 Unterstützer. Die meisten von ihnen sind gar nicht in Oberhausen wohnhaft. Die Unterzeichner sind nach eigenen Angaben gegen die Genehmigung eines Antrags auf die religiöse Nutzung eines Lautsprechers im Verkehrs- und Wohnraum. Wie „Focus“ berichtet, sei aber bislang kein Antrag auf einen öffentlichen Gebetsruf gestellt worden. Lokale Medien berichteten allerdings bereits im November 2015 von dem Wunsch der Gemeinde, den Gebetsruf nur freitags öffentlich ausrufen zu wollen, dies aber mit dem Umfeld abzustimmen.

Der oft erwähnte Vergleich, dass der Muezzin-Ruf dem Läuten der Kirchenglocken der Christen gleich sei, sei nicht nachvollziehbar. Denn das Glockenläuten habe keine inhaltliche Aussage, sondern lade lediglich alle zum Gottesdienst ein. Es sei ein Klang und keine in Worte gefasste Aufforderung, Gott als den einzig wahren Gott anzuerkennen, heißt es in der Erklärung zur Petition.

Leserkommentare

Enail sagt:
Diese Petition würde ich auch gleich unterschreiben. Wo sind wir denn hier? Warum versuchen Muslime immer wieder Zeichen ihrer Religionszugehörigkeit öffentlich und nun auch akustisch zur Schau zu stellen. Es wäre ja nicht die erste Einrichtung in Deutschland, wo der Muezzin mittlerweile zum Gebet ruft. Was wollen die Muslime eigentlich aus unserem Europa machen? Einen religiösen Staat wie die Länder im Nahen Osten, in denen alles drunter und drüber geht. Darauf könnte ich gut verzichten. Wir sind ohne den Islam zu dem geworden was wir sind, und es kann gar nicht so schlecht sein, denn sonst würden nicht alle Flüchtlinge nach Europa wollen. Es gibt ja auch Länder wie Saudi Arabien, oder Katar oder Kuwait oder die Arabischen Emirate, die auch genug Geld haben. Warum geht man dort nicht hin? Dort findet man all das vor, was man gerne haben möchte, um seiner Religion nachzugehen. Das Glockengeläute ist für mich wie Musik in meinen Ohren.
11.04.16
23:57
Manuel sagt:
Sehe ich auch so, das Abendland baut auf Christentum und Judentum auf, sowie griechisch-römischer Antike, das ist die Leitkultur und nicht die des Morgenlandes.
14.04.16
11:08
Andreas sagt:
Es ist schön zu sehen, dass die Dummheit niemals ausstirbt. Da wird eine Petition gegen einen Antrag, der nie gestellt wurde, ins Leben gerufen und findet sofort begeisterte Anhänger. Das ist wohl in Paradebeispiel für einen Kampf gegen Windmühlen. Aber wie dem auch sei. Tatsächlich garantiert das Grundgesetz die freie Religionsausübung. Das schließt eigentlich auch den Ruf zum Gebet ein. Auch wenn der Inhalt dieses Gebetsrufes nicht gefallen mag, so ist er doch vergleichbar mit Läuten der Glocken, wenn damit die Menschen zum Gottesdienst gerufen werden sollen. Im übrigen hat den Juden in der deutschen Geschichte oft genug wenig genützt, dass unser schönes Abendland vermeintlich auf Christentum und Judentum aufbaut. Zahllose Pogrome und die Shoah sprechen für sich. Es ist jedoch ein Trugschluss, dass es in Deutschland keinerlei Einflüsse des Islam gebe. Das fängt mit der Sprache an, die zahlreiche Entlehnungen aus dem Arabischen enthält. Auch kirchliche Architektur ist beeinflusst vom Islam. Und selbst der große deutsche Dichter J. W. Goethe hat sich mit dem Islam beschäftigt. Wie zahlreiche andere Künstler übrigens auch. Und zu guter Letzt sollte allen klar sein, dass der Islam sich aus denselben Quellen speist, wie Juden- und Christentum und dass sich diese drei Religionen durchaus ähnlich sind. Der Gott den alle drei anbeten ist derselbe. Von daher sollte es Christen keineswegs stören, wenn beim Gebetsruf verkündet wird, dass Gott größer ist. Tatsächlich können Christen dem nur zustimmen.
15.04.16
16:33
Enail sagt:
@ Andreas: Auch Arroganz und Überheblichkeit stirbt nie aus. Es wäre nicht das erste Minarett, von dem der Muezzin ruft. Ich kenne keine Kirche, wo fünfmal am Tag die Glocken zum Gottesdienst läuten. Und nun nur so zu ihrer Information. Christen und Muslime glauben nicht an den gleichen Gott. Die Christen glauben an die Dreifaltigkeit.Als Dreifaltigkeit, Dreieinigkeit oder Trinität (lat. trinitas; altgr. τριάς Trias ‚Dreizahl‘, ‚Dreiheit‘) bezeichnet die christliche Theologie die Wesenseinheit Gottes in drei Personen oder Hypostasen, nicht drei Substanzen. Diese werden „Vater“ (Gott der Vater, Gott Vater oder Gottvater), „Sohn“ (Jesus Christus, Sohn Gottes, Gott der Sohn oder Gott Sohn) und „Heiliger Geist“ genannt. Damit wird zugleich ihre Unterscheidung und ihre unauflösbare Einheit ausgedrückt. Und bei den Muslimen gibt es nur Gott oder auch Allah, Jesus war nach dem Glauben der Muslime ein Prophet, so wie Mohammed auch. Und einen heiligen Geist gibt es bei dem Muslimen auch nicht. Ich denke doch, dass da der Unterschied schon gravierend ist. Und tatsächlich kann ein Christ dem nicht zustimmen.
15.04.16
22:20
Manuel sagt:
@Andreas: Achso und deshalb müssen wir dann aus Deutschland ein islamisches Land machen, vielleicht auch nocht mit der Scharia oder wie?
15.04.16
23:23
Franz Horste sagt:
Jeder Mensch soll glauben, was er meint glauben zu müssen, aber bitte bei sich zu Hause oder in seinem jeweiligen Gebetstempel. Solch ein Gebetstempel kann meinetwegen auch ein Minarett haben--ist ja auch nicht hässlicher als ein großes Windrad--, aber von solch einem Tempel darf kein Lautsprecher-verstärktes Gjaule ausgehen. Dieses Geplärre ist kindisches Ausdrucksmittel einer sich überlegen fühlnden Gesellschaft, die mit aller Gewalt anderen ihre "Denkweise" aufzwingen will, auch zu nachtschlafender Zeit. Es gibt Kirchen in Deutschland, die aus Gründern der Störung von Ordnungsämtern gezwungen wurden ihre Läuterei zu reduzieren. Nun will man Muezzingeschrei erlauben, wo man doch weiß, dass Muslime, wenn man ihnen den kleinen Finger reicht, auch gerne die ganze abhacken. Man kann ihnen sowieso nicht trauen, da ihr religiöses Kursbuch beinhaltet, dass sie alle Tricks und Täuschungen anwenden dürfen, um Ungläubige hereinzulegen.
07.05.16
9:10
Ludmila sagt:
Nein, ich bin dagegen. Die Kosten sind immens. Wenn ein Deutscher in eine missliche Lage kommt, muss er sich nackt ausziehen und noch viel mehr. Die Städte aßen mit unsern Steuergeldern herum. Für unsere Armen bleibt nichts. Katar soll sich für die Flüchtlinge stark machen, die haben genug Geld. Ich fühle mich als Deutscher nicht verantwortlich was unsere Politiker-Kaste alles verbockt hat. Wir sind jahrelang für diesen Staat malochen gegangen. Warum soll ich andere finanzieren. Glaubt ihr etwa, dass es in Syrien jemals ein Ende geben wird. Die leben doch alle im Mittelalter. Von wegen Bereicherung, es kostet Sozialstaat. Die Dame von der SPD hat doch vor ein paar Jahren gesagt, dass es keine Vollbeschäftigung geben wird, ach ja, Frau Nahles. Warum sollten überwiegend syrische Menschen, die eine ungenügende Ausbildung haben, für uns eine Bereicherung sein. Es sind doch nicht alle Akademiker. Deutschland sollte sich lieber mal um die eigenen Bürger kümmern. Es wird uns hohe Krankenkassenbeiträge und Unterbringungskosten kosten. Was sollen wir noch finanzieren. Unsere Politker schmeißen unser Geld einfach in andere Länder und wir sind, obwohl wir über vierzig Jahre gearbeitet haben, von Altersarmut bedroht. Die Welt spielt verrückt und gaukelt uns etwas vor. Aber ich habe noch einen gesunden Menschenverstand und davon gibt es noch einige. Ich lasse mich nicht von Medien und Politkern blenden.
25.05.16
22:38