Berlin

Muslimin rassistisch beleidigt und mit Messer bedroht

Eine Muslimin in Berlin wurde während der Busfahrt von einem unbekannten Mann rassistisch beleidigt und mit einem Messer bedroht. Der Staatsschutz ermittelt.

17
03
2020
Bus, Gesichtsschleier
Symbolbild: Busfahrer verweigert Frau mit Gesichtsschleier die Mitfahrt © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Eine Muslimin ist in Berlin-Zehlendorf wegen ihres Kopftuchs beleidigt und mit einem Messer bedroht worden. Die 29-Jährige war am Sonntagabend mit ihrer neun Jahre alten Tochter in einem Bus der Linie 118 unterwegs, als ein Unbekannter sie rassistisch beschimpfte, wie die Polizei am Montag mitteilte. An der Clauertstraße stieg er mit den beiden aus und soll sie verfolgt haben. Er habe ein Messer aus der Jackentasche geholt, aufgeklappt und ihr gezeigt. Anschließend sei er weggegangen. Die Ermittlungen dauern an und wurden vom Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen.

Muslimin in Bielefeld angegriffen

Die Angriffe auf Muslime, vermehrt auf Musliminnen mit Kopftuch ist kein Einzelfall. Erst in den vergangenen Wochen wurde die Muslimin Ayşe Irem K. Opfer eines islamfeindlichen Angriffs in Bielefeld. Nach einer Veranstaltung war sie auf dem Weg zu ihrem Auto, welches sie hinter dem Bahnhof geparkt hatte. Ein unbekannter älterer Mann hatte die 20-jährige Studentin auf dem Weg zu ihrem Auto rassistisch beleidigt und bespuckt.

Gegenüber IslamiQ erzählte Ayşe Irem, dass der Mann ihr den Weg zum Auto versperrt habe und sie nicht durchlassen wollte. Auf die Frage, ob sie ihn durchlassen könne, hätte der Mann der jungen Muslimin auf die linke Schulter gespuckt und mit rassistischen Parolen wie „Kopftuchschlampe“ beleidigt.

Mehr Angriffe gegen Muslime – meist von Rechts

Die Kriminalpolizei in Nordrhein-Westfalen hat seit 2018 deutlich steigende Zahlen an mutmaßlich politisch motivierten Angriffe gegen Muslime registriert. Von 2017 bis 2019 wurden insgesamt 75 Attacken auf Muslime oder ihre Einrichtungen erfasst. Die islamfeindlichen Angriffe haben sich seit 2018 von 15 auf 42 fast verdreifacht. Dabei hatte man 16 Tatverdächtige ermittelt können – die weitaus meisten mit ausschließlich deutscher Staatsbürgerschaft und rechter Gesinnung. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Merkwürdig: In Berlin fühlt sich lt. Islamiq.de einmal wieder eine MuslimFrau beleidigt. Macht nichts, das kann vorkommen. Aber das Foto dazu stammt eindeutig aus den Niederlanden; Niederländische Texte sind zu sehen. Macht nichts, kann auch vorkommen. In den fortschrittlichen Niederlanden dürfen Burka-Nikab-Frauen keinen öffentlichen NL-Bus -- wie korrekt abgebildet -- oder Tram betreten. Der Fahrer setzt die Querulantin notfalls eigenhändig vor der Tür. Das ist für niederländische Meisjes kein Problem. die kennen das Gesetz schon lange und ziehen solche rückständige Dinger gar nicht mehr an. Das Strassenbild ist daraufhin sehr viel sympatischer geworden. Gruss, Kritika
17.03.20
22:40
Ethiker sagt:
Bitte keine Strafanzeigen, sondern Strafanträge stellen. Strafanzeigen müssen nicht weiter verfolgt werden. Strafanträge jedoch müssen seitens der Staatsanwaltschaft bearbeitet werden.
18.03.20
12:31
Dilaver Çelik sagt:
Es sind nicht nur die Medien sowie die AfD mit ihrer Anti-Islam-Hetze mitschuld an dieser Schandtat, sondern auch Passanten, welche nicht eingreifen, einfach zusehen und den Täter machen lassen anstatt den Täter zu neutralisieren. Eine Tracht Prügel wäre das mindeste, um den Täter abzuschrecken, damit er nie wieder eine solche Schandtat begeht. Bevor der Täter der Polizei übergeben wird. Die Verprügelung des Täters kann bei Nachfrage der Polizei als Notwehr oder rechtfertigender Notstand reklamiert werden.
18.03.20
17:22
Kritika sagt:
An Dialiver - - " Eine Tracht Prügel zum Abschrecken "- - - ------------- " Wer zu einer Straftat auffordert gilt als " Anstifter " und kann mit bis zu 5 Jahren Gefängnis bestraft werden." So lautet unser Strafrecht. Auch sie, verehrter Dilaver fallen unter den Bestimmungen UNSERES Strafrechtes. Grusslos Kritika
18.03.20
22:27
Prinzessin Rosa sagt:
Es ist wie oben unter dem Foto richtig vermerkt ein Symbolbild und stellt nicht den beschriebenen Tathergang dar. Wenn schon Kommentare schreiben, dann bitte richtig lesen. Und nein, Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten ist nicht die richtige Lösung. Antisoziale Menschen gibt es überall und die Gründe warum sie Menschen angreifen oder bedrohen sind genauso vielfältig. Dies aber gutzuheißen und noch hinterher zu hetzen mit Hass ist der Gedanke der vor der nächsten Tat kommt. Wehret den Anfängen und kontrollieren Sie ihre Gedanken und Gefühle. Hilfreich ist dabei sich in die Situation des Opfers hineinversetzen und zu überlegen ob man dasselbe auch erleben möchte. Und Kritika, wenn es nicht das Kopftuch wäre würde sich der Täter etwas anderes als Begründung suchen. Einfach aus dem Grund weil Täter ein grundlegendes Problem mit sich und der Welt haben.
19.03.20
10:23
Kritika sagt:
Nein, liebe Rosa, ich möchte ' dasselbe' nicht auch erleben. Da ich nicht als KopftuchFrau auf die Strasse gehe, habe ich " es" noch nie erlebt und werde es auch nicht erleben. Das ist keine Glücksache, das kann jede Frau selber ausschliessen. Es gibt kaum eine Vorsichtsmassnahme gegen Belästigung, die so grenzenlos einfach zu verstehen- und so grenzenlos einfach zu befolgen ist. Deswegen hält sich das Mitgefühl mit den grenzenlos dummen Opfern. leider recht stark in Grenzen. Gruss, Kritika
22.03.20
20:03