Menschenrechtsverletzung

Chinesische Unternehmen auf schwarzer Liste

Wegen brutaler Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren wurden 28 chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen auf eine schwarze Liste gesetzt.

08
10
2019
Unterdrückung der muslimischen Uiguren in China (c)Facebook
Unterdrückung der muslimischen Uiguren in China (c)Facebook

Die USA hat 28 chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen auf eine schwarze Liste gesetzt. Grund sei die brutale Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren. Dadurch würden Exporte an diese Unternehmen eingeschränkt, hieß es in einer Mitteilung des Handelsministeriums vom Montag (Ortszeit). Mit dieser Maßnahme werde verhindert, dass US-Produkte dazu benutzt würden, „wehrlose Minderheiten“ zu schädigen. Die betroffenen Unternehmen würden in eine Liste von Organisationen aufgenommen, von denen davon ausgegangen werde, dass sie ein Risiko für die nationale Sicherheit oder die außenpolitischen Interessen darstellten.

Unternehmen auf schwarzer Liste

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch geht davon aus, dass in Xinjiang eine Million Menschen in Umerziehungslagern sind, die meisten von ihnen Uiguren. Sie sind ethnisch mit den Türken verwandt und werden von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan China einverleibt.

US-Handelsminister Wilbur Ross sagte, die US-Regierung könne „die brutale Unterdrückung der ethnischen Minderheit innerhalb Chinas nicht dulden“. Die betroffenen Unternehmen seien in Menschenrechtsverletzungen gegen Uiguren und andere überwiegend muslimische ethnische Minderheiten in der autonomen Region Xinjiang verwickelt. Kurz vor Verkündung dieser Maßnahme hatte das Weiße Haus mitgeteilt, Washington wolle hochrangige Handelsgespräche mit Peking Ende dieser Woche wieder aufnehmen.

China weist Kritik zurück

China hatte vor kurzem die Kritik Deutschlands und 21 weiterer Länder an der Verfolgung von Uiguren in der Provinz Xinjiang scharf als Einmischung in innere Angelegenheiten zurückgewiesen. Der Sprecher des Außenamtes, Geng Shuang, warf der Presse in Peking „unberechtigte Anschuldigungen“ sowie eine „Politisierung der Menschenrechte“ vor.

Er reagierte damit auf einen Brief der 22 Länder an den Präsidenten des UN-Menschenrechtsrats in Genf, indem sie China aufforderten, Massenverhaftungen und Überwachung von Minderheiten in der Region Xinjiang im chinesischen Nordwesten zu beenden. China solle sich an seine eigenen Gesetze und internationalen Verpflichtungen halten sowie die Menschenrechte und Religionsfreiheit wahren. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Prinzessin Rosa sagt:
Netter Versuch dem eskalierenden Handelskrieg mit China ein humanitäres Mäntelchen überzuziehen.
08.10.19
19:17
Aski sagt:
Sehr gut. So ist zumindest ein bisschen Druck auf die Chinesen ausgeübt. Menschenrechte sind in China klein geschrieben. Ich hoffe, dass die Uiguren endlich ihr Leben so leben können, wie sie wollen. Inshallah. Amin.
08.10.19
20:44
Emanuel Schaub- sagt:
Bekannt ist die Rivalität zwischen beiden Weltmächte ;das Èngagement`für die Rechte der Uguren ist also dem Verdacht unterworfen ,dass hier die Menschenrechts Schiene benutzt wird,um sich von den Chinesen moralisch ....? absuheben. Was `Moral`mit politischem Kalkül zu tun hat ,zeigt sich ja gerade mal wieder in Syrien, ; nach dem Motto " Der Moor hat seine Schuldigkeit ,getan, der Moor kann gehen" handelt Herr Menschenrechtsschützer M.Trump im Verhalten gegenüber den Kurden . Bei der Rettung der Jesiden war eine Gruppe derselben ja auch willkommen ;die ansonsten ja ganz gewiss genug...auf dem Kerbholz! hat! Und das alles... nur weil Politik versagt (statt Ausgleich mit den Kurden/Palistinensern etc. überall nur dumme Gewaltanwendung. gruß emanuel
09.10.19
12:41