Berlin

Rassistischer Angriff auf betenden Muslim

Ein betender Muslim ist in Berlin rassistisch beleidigt und angegriffen worden. Er wurde geschlagen und mit Müll beworfen. Der Staatsschutz ermittelt.

27
07
2019
Blaulicht Polizei (c)shutterstock, bearbeitet by iQ
Blaulicht Polizei (c)shutterstock, bearbeitet by iQ

Ein betender Muslim ist in Berlin geschlagen, beleidigt und mit Mülltüten beworfen worden. Der 38-Jährige hatte seinen Gebetsteppich auf einem Bürgersteig im Bezirk Spandau ausgebreitet, als ein Unbekannter ihn rassistisch beleidigte und angriff, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Das Opfer wehrte sich mit einem Fahrradschloss, der Angreifer flüchtete daraufhin unerkannt. Eine Anwohnerin beteiligte sich nach Polizeiangaben am Dienstagabend an dem Angriff und warf gefüllte Mülltüten auf den Mann und beleidigte ihn. Der Polizeiliche Staatsschutz hat nun die Ermittlungen übernommen.

Rechtsextremistische Gewalttaten nehmen zu

Der Extremismusforscher Benno Hafeneger befürchtet eine steigende Zahl rechtsextremistischer Anschläge und Gewalt in Deutschland. „Wir haben ein breites Phänomen von Alltagsrassismus“, sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Und es gebe mit der AfD eine Stimme in den Parlamenten, die diese Themen befeuere. „Das ist dann der Nährboden für Rassismus, der nicht mehr nur den rechten Rand erreicht, sondern hineinragt in weite Teile der Gesellschaft.“

Zuletzt wurde ein 26-jähriger Eritreer Opfer einer rechtsextremistischen Tat. Ihm wurde mehrfach in den Bau geschossen. „Wir gehen momentan ganz klar von einem rassistischen Motiv aus“, sagte ein Sprecher des Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. Das Opfer sei „aufgrund seiner Hautfarbe“ angeschossen worden. Auch andere Hinweise bestätigten diese Vermutung. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Dilaver Çelik sagt:
Danke liebe Medien und Politiker. Dank Eurer profilierungssüchtigen Hetze gegen den Islam und gegen Muslime auf Kosten des friedlichen Zusammenlebenlebens muss ich in Zukunft damit rechnen, tätlich angegriffen zu werden, wenn ich unbewaffnet irgendwo unterwegs bin und bei Gebetszeit an einem Rastplatz oder Parkplatz anhalte und bete. So weit sind wir also schon: Dass wir unterwegs nur bewaffnet sicher beten können, damit irgendwelche Glatzen mit Springerstiefel nicht auf dumme Gedanken kommen. Pöbler kann man getrost ignorieren. Aber bei tätlichen Angriffen wird eine rote Linie überschritten. Da mache ich von meinem Notwehrrecht Gebrauch zur Neutralisierung des Täters und erstatte Anzeige bei der Polizei.
27.07.19
19:44
IslamFrei sagt:
Liebe Leser, " Der - - Muslim hatte seinen Gebetsteppich auf einem Bürgersteig im Bezirk Spandau ausgebreitet" Was denkt sich ein Islam-süchtiger Täter dabei? Wer hire tätig wird, in dem er die Gefühle der Normalmenschen mit Füßen tritt, der braucht sich über verdiente Gegenwehr nicht zu wundern. Der Betende war nicht einsichtig, sondern Gewalttätig indem er in Menschen gefährdender Weise mit einem Farad Schloss um sich schlug. Solche Gewaltsame Extremisten gehören nicht zu Deutschland, sie sollten umgehend in einem Muslimischen Heilsstaat zurück befördert werden, bevor sie hier noch weiteres Unheil anrichten können. IslamFrei.
28.07.19
2:16
Kritika sagt:
Die kriminalitäts Rate unter Flüchtlingen, besonders Muslims, ist erheblich höher als die unter normale Menschen. Vielleicht war das mit dem Eritreër ein Abrechnung unter Dealer? Kritika
28.07.19
11:25
Erich Mühsam sagt:
@IslamFrei: Der Mensch, der seinen Teppich auf der Straße ausrollt ist dabei vom GG geschützt (Glaubensfreiheit und Recht der freien Glaubensausübung). Das Menschen wie Sie einen Menschen, der Gebrauch von seinen grundgesetzlich zugesagten Rechten macht, als Täter bezeichnen, zeigt schon, dass Sie vom Grundgesetz nicht viel halten. Er tritt auch nicht die Gefühle der "Normalmenschen" (als wäre er nicht normal, nur weil er an Gott glaubt) sondern höchstens die der Menschen, die es nicht ertragen, wenn andere Menwschen anders leben als sie, oder anders formuliert: Die Gefühle von Menschen, die ein Problem mit der Freiheit des Anderen haben. Der Betende war auch nicht gewalttätig, wie Sie behaupten. Er hat es nur gewagt, sich zu verteidigen. Oder gibt es ein Gesetz in diesem Land, dass es verbietet, sich zu verteidigen wenn man angegriffen wird? Wohl kaum. Sie versuchen also dem Opfer die Schuld dafür zu geben, dass es vom Täter angegriffen wurde. Das ist einfach nur lachhaft! Der Betende war also kein gewalttätiger Extremist (wie es der Täter offenbar war) sondern ein Opfer, des um sich greifenden Alltagsrassismus, der offenbar auch Ihrem Denken zugrundeliegt, sofern man bei Ihnen von "Denken" schreiben kann.
29.07.19
14:14