Burkini-Verbot

Koblenz verbietet Burkinis in Schwimmbädern

Koblenz möchte ab Januar Burkinis in Schwimmbädern verbieten. Dies wurde nach einem gemeinsamen Antrag der CDU, der Freien Wähler und der AfD beschlossen.

12
05
2019
Burkini-Verbot (c)facebook, bearbeitet by islamiQ
Burkini (c)facebook, bearbeitet by islamiQ

Nach einem gemeinsamen Antrag der CDU, der Freien Wähler und der AfD, soll ab Januar in allen Koblenzer Schwimmbädern Burkinis verboten werden. Neoprenanzüge und die klassischen Badeanzüge seien weiterhin erlaubt. Der Antrag sei vom Koblenzer Stadtrat abgesegnet worden. Die Linke Partei wolle am Donnerstag jedoch gegen das beschlossene Gesetzt demonstrieren.

Begründet habe die CDU und die Freien Wähler den Antrag damit, dass man mit einem Burkini Hauterkrankungen wie Ausschläge nur schwer erkennen könne. Laut Rudolf Kalenberg von der CDU-Fraktion, benötige die Definition von Badebekleidungen eine klare Regel. Dies „habe man bis heute nicht richtig benannt“, so Kalenberg gegenüber dem Online Nachrichtenportal „bento“.

„Aus hygienischen Gründen verboten“

Im Interview mit der ARD habe Stephan Wefelscheid, stellvertretender Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Koblenzer Stadtrat betont, dass man Musliminnen das schwimmen nicht verbiete, sondern sich nur an die hygienischen Badeordnungen halten wolle. Man wolle nicht riskieren, dass Krankheiten wie Allergien oder Ausschläge übersehen werden. Zudem wolle er gleichzeitig die Vollverschleierung verhindern, die seiner Meinung nach das Burkini symbolisiere.

Die Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Rheinland-Pfalz Malika Laabdallaoui, kritisiere die neue Verordnung. Damit würde man „machtpolitische Gruppierungen“ die Türen öffnen, erklärt Laabdallaoui dem SWR. Kritik gab es auch von der „Die grünen“ Familienministerin in Rheinland-Pfalz, Anne Spiegel, die eine Ausgrenzung der Frauen durch das Verbot sehe.

Koblenz und das Burkini-Verbot

Schon im vergangenen Jahr hatte der Koblenzer Stadtrat beschlossen, dass Badegäste „den Nassbereich“ der Schwimmbäder nur in Badehose, Badeanzug, Bikini oder Badeshorts betreten dürfen. Nur für Leistungsschwimmer seien Neoprenanzüge im Training zugelassen. Daraufhin ist eine Muslimin juristisch gegen das Verbot vorgegangen, da es gegen die europäische Menschenrechtskonvention verstoße. Das verfahren läuft weiterhin.

 

 

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Muslims versuchen ständig, einen Fuss in die Tür zu bekommen. Und dann, den Türspalt ständig weiter zu öffnen. Konstanz hat den Islamisierungs Versuchen ein STOP zugerufen und damit Islamisierungen beendet. Bravo, Konstanz; zur Nachahmung empfohlen. Die Stadt demonstriert, dass in Deutschland immer noch deren Einwohner das Sagen haben und keine prüde Muslims. Gruss, Kritika
13.05.19
0:02
Emanuel Schaub sagt:
Was die besorgten..? Herren unter Ausschlägen verstehen ,bleibt wohl ihr Geheimnis . Ich für meinen teil hatte mich seinerzeit.. wegen einer Akne geschämt ins Schwimmbad zu gehen.. Nicht ganz freiwillige Selbstzensur ...; die wirklich gefährlichen ansteckenden Hautkrankheiten halten die betroffenen Opfer eh von einem Schwimmbad Besuch ab. gruß emanuel
13.05.19
10:31
M.Al-Faruqi sagt:
Also, der Burkini verdeckt Hauterkrankungen, ein Neopren-Anzug aber nicht. Wer diese CDU-Logik verstehen will, muss sich vorher erst einmal vom anti-muslimischen AfD-Virus infizieren lassen. In Koblenz ist dies gelungen.
13.05.19
12:37
Johannes Disch sagt:
Die CDU stimmt mit der AfD. Adenauer, Erhard und Kohl würden sich im Grab umdrehen.
13.05.19
14:19
Frederich Voss sagt:
Hygiene geht immer vor. In Deutschland ticken die Uhren eben anders als im islamischen Orient. Ausserdem schwitzen bzw. transpirieren in der Sommerhitze in Freibädern Damen in muslimischer Ganzkörper-Verhüllungskleidung besonders stark. Soll dann auch noch deren abgesonderter Körperschweiss in die Schwimmbecken für alle transferiert werden? Am besten man baut gleich in den Keller jeder Moschee ein islamisches Schwimmbad, in dem dann nach Herzenslust muslimische Bademoden vorgeführt werden können. Wachsame Imame können sich dort auch eingehend als oberste Sittenwächter zeigen.
13.05.19
21:29
Ute Fabel sagt:
Aus dem größten Wiener Schwimmbad wurden im vergangenen Sommer Badegäste hinausgeworfen, die sich beharrlich weigerten, auf ihrem Liegeplatz einen Sonnenschirm mit dem Logo der rechtspopulistischen FPÖ abzuspannen. Ähnlich wie die im Artikel zitierte Muslimin argumentierten die des Bades verwiesenen Betroffenen wutentbrannt mit einer Verletzung ihrer politischen Freiheitsrechte, die in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert seien. Die Bäderleitung bekam hingegen viel Applaus für ihre mutige und entschlossene Vorgangsweise, vor allem von Seiten der Sozialdemokraten und Grünen. Linke und liberale Kräfte sollten Begehrlichkeiten deutschnationaler Kräfte auf Sonderbehandlung genauso entschlossen entgegentreten wie jene der reaktionären islamischen Rechten. Es ist sehr schade und völlig unverständlich, dass der couragierte Koblenzer Stadtrat keine Rückendeckung aus dem linksliberalen Lager bekam. Öffentliche Bäder sind zur Erholung und nicht zur ideologischen Agitation da.
14.05.19
8:45
Emanuel Schaub sagt:
Herr voss, wenn irgendeine Religion gerade die KÖRPERLICHE Reinigung und Reinlichkeit vorschreibt und einhält ,dann der...Islam. Der Toilettengang eines Bio Deutschen und eines Muslimischen glaubens (wenn er/ sie die Gelegenheit dazu bekommt.. sind in hygienischer Hinsicht weit entfernt. gruß emanuel P.S.Bei allem Verständnis ,der Schweiss von Damen oder Sonnenanbetern ,..unterscheiden sich wohl kaum. Homöopathische verdünnung incl.
14.05.19
12:57