Debatte

Institut für Menschenrechte gegen Kopftuchverbot an Schulen

Das Deutsche Institut für Menschenrechte lehnt ein Kopftuchverbot für Schülerinnen ab. Die Schule müsse ein Ort religiöser Pluralität und Toleranz sein.

08
05
2019
Ausschnitt Publikation "Die Religionsfreiheit von Kindern im schulischen Raum" des Deutschen Instituts für Menschenrechte (https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Information/Information_26_Religionsfreiheit.pdf), bearbeitet by iQ.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte spricht sich gegen generelle Kopftuchverbote für Schülerinnen aus. Diese wären unverhältnismäßig und würden die verfassungsrechtliche und menschenrechtliche Pflicht missachten, auch in der Schule religiöse Pluralität zu ermöglichen sowie religiöse Toleranz zu fördern, sagte die Direktorin des Instituts, Beate Rudolf, am Dienstag in Berlin. Lediglich in Einzelfällen, in denen es belastbare Anhaltspunkte für einen Zwang aus dem familiären Umfeld gebe, könne ein Verbot in Betracht kommen.

„Kinder genießen Religionsfreiheit, und der Staat hat daher grundsätzlich zu respektieren, wenn ein Kind auch in der Schule die Gebote seiner Religion einhalten will“, erklärte die Direktorin anlässlich der Veröffentlichung einer Publikation des Instituts zum Thema. „Keineswegs darf der Gesetzgeber unterstellen, dass alle muslimischen Mädchen ein Kopftuch nur deshalb tragen, weil sie dazu von ihren Eltern gezwungen würden“, betonte Rudolf.

Im Konfliktfall würden die Menschenrechte gebieten, alle geeigneten Mittel auszuschöpfen, die die Mädchen stärkten und religiöse Toleranz förderten, sagte die Institutsleiterin. Dazu gehörten etwa Gespräche der Lehrkräfte mit Kindern und eventuell ihren Eltern sowie pädagogische Mittel und Methoden. „Die Schule muss ein Ort der religiösen Toleranz sein. Dazu ist Deutschland auch durch die UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet.“ Für einen Eingriff im Einzelfall müsse der Staat eine gesetzliche Grundlage schaffen, ergänzte Rudolf. (KNA/iQ)

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Aus Piëtait zu Nazi-Opfer ist es meiner Meinung nach kein Menschenrecht, mit dem Hakenkreuz Symbol zu provozieren. Aus Piëtäit zu Islam-Mord-Opfer ist es meiner Meinung nach kein Menschenrecht, mit dem ' KampfSymbol Kopftuch ' zu provozieren. Gruss, Kritika
08.05.19
18:28
Kritika sagt:
L.S. Kritika meint: Die Schule darf kein Ort der Toleranz von Intoleranten sein. Der Islam ist eine höchst intolerante Ideologie, "Ungläubigen " gegenüber Daher KopftuchVerbot in Deutschen Schulen, wie in Frankreich. Gruss, Kritika
08.05.19
18:37
Frederic Voss sagt:
Fromme Wünsche der Frau Direktorin. Kein natürlich und ungezwungen aufgewachsenes Mädchen wird sich freiwillig ein verhüllendes Islam-Kopftuch aufsetzen, es sei denn, es wurde planmäßig dazu angeleitet und indoktriniert. Genauso wird ein Mädchen ungezwungen mit seinen Eltern völlig nackt die Familiensauna, einen Nacktbadestrand oder ein FKK-Club-Gelände besuchen, wenn es dazu angeleitet wurde. Solches Verhalten ist in Deutschland normal. In islamischen Ländern ist ein solches Verhalten streng verboten und lebensgefährlich. Christlich-katholisch geprägte Kinder würden niemals freiwillig in düsteren Kirchen-Beichtstühlen unterwürfig niederknien und einem neugierigen Pfaffen Einblick in ihr "sündhaftes", "unkeusches" Leben gewähren, wenn sie nicht durch Eltern oder selbsternannte Kirchen-Autoritäten dazu angehalten und entsprechend indoktriniert wurden. Der ganze Zinnober um "religiöse Freiheiten" ist eine Groteske für sich, die gestoppt gehört.
08.05.19
22:13
Emanuel Schaub sagt:
Dass es eine natürliche !! angeborene SCHAM für menschen und gerade auch für kleine MÄDCHEN gibt!! scheint sich bei noch nicht ruoch rumgesprochen haben ... Und dennoch gibt es sie . gruß emanuel
13.05.19
10:18