Großbritannien

Studie: Briten haben Angst vor dem Islam

Einer Studie zufolge fühlen sich ein Drittel der Briten durch den Islam bedroht. Die Studienautoren fordern, die Vorurteile gegenüber Muslime ernst zu nehmen.

18
02
2019
Union Jack Großbritannien Flagge © by blu-news.org auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

Mehr als ein Drittel der Briten fühlen sich durch den Islam bedroht. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Anti-Faschismus-Organisation „Hope not Hate“ hervor. Die Umfrageergebnisse zeigten einen „erschreckend hohen Grad an Vorurteilen gegen Muslime“, sagte Hope-not-Hate-Geschäftsführer Nick Lowles dem „Guardian“.

Demnach sind 32 Prozent der Briten der Ansicht, es gebe in Großbritannien islamisch dominierte No-go-Areas, in denen die Scharia gelte. 30 Prozent der Befragten gaben an, sie würden eine Kampagne gegen einen geplanten Moscheebau in der Nähe ihres Wohnorts unterstützen.

Die Studie gelangt zu der Schlussfolgerung, dass die gegenwärtige Islamophobie der Hauptgrund für ein Erstarken der Rechten in Großbritannien sei. Vor allem die Terroranschläge im Jahr 2017 hätten die Angst vor Muslimen wieder geschürt.

Die Studienautoren forderten die britischen Politiker auf, die wachsende Angst vor dem Islam ernst zu nehmen. Vor allem die Labour Party stehe in der Pflicht, etwas gegen das rechtsextreme Spektrums zu unternehmen. (KNA/iQ)

Leserkommentare

Frederic Voss sagt:
Und wenn nun gar gesagt wird, all das habe mit dem umstrittenen Islam nichts zu tun, dann kann man dazu nur noch amüsiert oder höchst irritiert den Kopf schütteln. Selbstverständlich gibt es in Großbritannien islamisch dominierte Stadtviertel, die auf Widerstand stoßen. Und je mehr sich islamisch gesteuerte Aktivitäten ausbreiten, desto mehr Gegensteuerungen wird es geben. Islamische Lebenskonzepte passen am besten zu islamischen Gottesstaaten. Dort soll ja der Islam in Reinkultur lebbar sein. Wäre ich ein gläubiger Korananhänger würde ich alles dafür tun, in einem solchen Islam-Gottesstaat mit den zu verehrenden Religionsautoritäten zu leben. Denn diese vorbildlichen Koranversteher würden mir immer klar sagen, wie ich mein Leben richtig zu leben habe.
18.02.19
18:15
Kafira sagt:
Das Schimpfwort, für alle die die Segnungen des Islam anzweifeln lautet Islamofobie.
19.02.19
0:22
Britt sagt:
Die Segnungen (!?) des ISlam können und sollen die die Muslime*innen bitte in islamischen Ländern ausleben und zelebrieren. Ich bin 56 Jahre alt und hatte niemals Probleme mit allen Arten von Andersgläubigen. In den letzten 5 Jahren hat sich das geändert, denn nun ist wohl ein Punkt erreicht (Muslime riechen aufgrund ihrer zunehmenden Zahl Morgen(land)luft), wo die unsäglichen Forderungen nach "halaligem" und Scharia dominiertem Leben zunehmen. Dies geschieht in einem Maße, welches jedem demokratischen Verständnis widerspricht. Ich wiederhole mich nur ungern, aber hier ist es am Platz: geht in ein islamisch dominiertes und regiertes Land, denn dort müsst ihr nicht klagen, dort könnt ihr leben ganz wie es Euch gefällt. Traumhaft, oder.......?
19.02.19
15:56
Emanuel Schaub sagt:
Was wäre eigentlich ein christlich strengster Observanz für ein Segen in diesem unserem Land.. resp.wo sollten die einen solchen Staat beführworten hinziehen der die nicht inem solchem Staatsgebilde leben wolllen oder ,oder man kombiniere die Möglichkeiten wie man will. Was dabei rauskommt ;die genannten "Vorschläge" sin NONSENSE. Ich fühle mich durch den Islam bedroht -nur durch Fanatiker aller Couleur!! gruß emanuel
20.02.19
11:26