Berlin

Islamfeindliche Angriffe auf junge Mädchen

In Berlin wurden drei Junge Musliminnen islamfeindlich beleidigt und attackiert. Einer wurde das Kopftuch vom Kopf gerissen und mit einer Spritze gedroht. Der Staatsschutz ermittelt.

10
02
2019
Mann reißt Mädchen Kopftuch herunter
Mann rschlägt Frau wegen ihres Kopftuches © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Drei junge Mädchen sind in Berlin islamfeindlich beleidigt und attackiert worden. Der erste Fall ereignete sich im Berliner Ortsteil Marzahn. Ein bislang unbekannter Mann schlug eine 15- und eine 16-Jährige aus Syrien am späten Freitagnachmittag mehrfach mit der Faust ins Gesicht, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Zuvor soll er sich den beiden demnach genähert und sie rassistisch beschimpft haben, als diese sich miteinander unterhielten. Die Mädchen erlitten bei dem Übergriff den Angaben zufolge Verletzungen im Gesicht und wurden ambulant im Krankenhaus behandelt.

Frau reißt Mädchen Kopftuch vom Kopf

Im Stadtteil Neukölln versuchte laut Polizei eine zunächst unbekannte Frau, einer Zwölfjährigen das Kopftuch vom Kopf zu reißen. Die Angreiferin habe ihr am späten Freitagabend in der Hermannstraße an den Haaren gezogen und sie rassistisch beleidigt, hieß es.

Zudem soll sie mit einer augenscheinlich mit Blut gefüllten Spritze mehrfach versucht haben, das Mädchen zu stechen, und sie mit Pfefferspray bedroht haben. Die 12-Jährige wurde bei der Attacke leicht verletzt. Die Staatsangehörigkeit dieses Mädchens war zunächst ungeklärt. In beiden Fällen ermittelt der Staatsschutz.

40 Muslime bei Übergriffen verletzt

Aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke geht hervor, dass von Januar bis September vergangenen Jahres 578 Angriffe auf Muslime und Moscheen erfasst wurden. Dabei handele es sich in 40 Straftaten um Übergriffe auf Muslime und Musliminnen, wie das Innenministerium berichtet. In beinahe allen Fällen sei davon auszugehen, dass es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten handele. Das ist demnach eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als im gleichen Zeitraum 27 und im Gesamtjahr 32 Verletzte gemeldet wurden.  (dpa/iQ)

Leserkommentare

Frederic Voss sagt:
Schlimme Ereignisse, das wird keiner bestreiten. Schlimm sind aber auch religiös motivierte Übergriffe auf christliche Flüchtlinge in Deutschland. Tausende Christen in deutschen Flüchtlingsunterkünften werden von Muslimen - manchmal sogar von muslimischen Sicherheitskräften - verfolgt, beleidigt und drangsaliert, körperlich und auch sexuell angegriffen, geschlagen, bestohlen, verleumdet, sogar mit dem Tod bedroht. Diese Vorgänge werden vielfach heruntergespielt oder vertuscht. Das ist die dunkle Seite des Islam, die gerne verschwiegen wird.
10.02.19
20:27
Kritika sagt:
L.S. Einige penetrante KopftuchMädchen scheinen's noch immer nicht begriffen zu haben: Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Die Scharia gehört nicht zu Deutschland. Das Kopftuch gehört nicht zu Deutschland. Vielfach haben Islam-Gegner KopftuchMädchen mit deutlichen Mitteln auf diese Tatsache aufmerksam gemacht. Das mag für die betroffene Frauen störend gewesen sein aber sie wussten um die Gefahr und haben die bewusst in Kauf genommen. Kritika hofft, dass das gestrige Berliner Signal deutlich genug war. Hoffentlich wird es von den Täterinnen und andere möchte-gerne KopftuchMädchen verstanden. Zum Glück sind die Folgen der "törichten Jungfrauen* " nicht bleibend. Das KampfSymbol dieser Idologie hat im friedlichen Deutschland nichts zu suchen Es gehört nicht in dem friedlichem Deutschland. Gruss, Kritika * der biblische Begriff stammt aus einem Gleichnis von Jesus.
10.02.19
22:38
Kafira sagt:
KopftuchKinder Kinder und Minderjährige als lebende Litfasssäulen für eine zwielichtige Idelogie zu missbrauchen, halte ich für ebenso verwerflich als diese Kinder zu belästigen. Erwachsene wissen um das Risiko, das ihnen treffen kann. Sie wählen bewusst für die Gefahr und das Belästigen ihrer Gäste, die sie aufgenommen haben; Sie haben kein Mitleid verdient. Gruss
11.02.19
1:16
Johannes Disch sagt:
Schlimm. Solche Vorfälle nehmen leider zu. Das waren wohl einige selbsternannte "christliche Abendlandretter." Und es wird auch nicht weniger schlimm, wenn man es mit den Übergriffen auf christliche Flüchtlinge vergleicht. Das hat immer den Hauch von Relativierung. Alle Übergriffe dieser Art-- egal, auf wen-- sind schlimm.
11.02.19
12:56
SoWas sagt:
Werte Mitforisten, @Kafira, @Kritika: Lesen sie eigentlich was sie hier schreiben? Grundsätzlich geht eine "Attacke" auf andere Menschen gar nicht. Sind wir jetzt schon so weit, dass wir uns (aus welchen Gründen auch immer) über andere Menschen so erheben, dass wir sie angreifen dürfen? Wenn wir nicht schnell eine andere Art und Weise des Umgangs miteinander lernen und dies auch beherzigen, dann wird sich dies immer weiter in unsere Gesellschaft fressen. Morgen prügeln wir dann Rollstuhlfahrer aus dem Weg, da sie nur Geld kosten und übermorgen mein Nachbar, da er den Kopf schüttelte ... Mir graust vor dieser Zukunft. Grüße T
12.02.19
8:07
Emanuel Schaub sagt:
Wie man(n) in ein Mädchengesicht schlagen kann ist sterneweit jenseits meines Verstehens Horizonts!!! Genaus aber auch die Kommentare!! emanuel
12.02.19
13:12
Nana sagt:
Freiburger sind so rassistisch dass ich keinen Arzt vertrauen kann werde im Zukunft in Mulhouse Ärzte suchen,in der Universität es ist klar dass sie grünes Licht haben mich zu mobben, keiner versteckt das! Sogar das Ministerium hat meine Emails nicht beantwortet .Bleibt nur die anti-Diskriminierung stelle..aber Hoffnung auf eine neue Deutschland hab ich nicht.
16.08.19
23:33