Freitagspredigten, 18.01.2019

Wissen, Aufrichtigkeit, Gebetsruf

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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01
2019
Freitagspredigt
Symbolbild: Minbar, Freitagspredigt, Hutba

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um das Wissen und die Erkenntnis. Der Islam basiere auf Wissen (Ilm) und Erkenntnis (Irfân). Die ersten offenbarten Koranverse fordern den Propheten auf, zu lesen und über den Sinn des Lebens nachzudenken.

Es sei schön zu hören, dass frühe muslimische Gelehrte und Wissenschaftler wichtige Entdeckungen auf dem Gebiet der weltlichen Wissenschaften gemacht haben. Darauf könne man stolz sein. Aber dabei dürfe es nicht bleiben. Es liege in der Verantwortung der Muslime, das Erbe dieser Gelehrten fortzuführen, indem sie sich von bedeutungslosen weltlichen Dingen entfernen und sich um Wissen, Erkenntnis und höhere Werte bemühen.

Mit der Infâk-Kampagne setze sich die IGMG seit etwa zehn Jahren aktiv für Bildung ein. Während der zweimonatigen Kampagnenzeit sammeln sie Spenden für die nachhaltige Bildungsarbeit. So können sie dazu beitragen, dass die Gelehrten, Ärzte, Anwälte, Ingenieure, Denker, Meinungsführer und Medienmacher von morgen ausgebildet und gefördert werden.

„Glaube an Allah und sei aufrichtig“

Die Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) thematisiert diese Woche die Aufrichtigkeit. Aufrichtigkeit sei eine standhafte und beharrliche Haltung zu Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Sie reiche von der Sicherheit, die man seinem Gegenüber vermittelt bis hin zur Sensibilität, nach dem Erlaubten im Handel zu suchen. Kurz formuliert bedeute Aufrichtigkeit, sich den Koran und die Sunna des Propheten (s) als Wegweiser für das eigene Leben zu nehmen.

Der Muslim, der sich den Charakter des Islams angeeignet habe, sollte seine Hand davor bewahren anderen Böses zu tun, seine Augen vor Unerlaubtem schützen und seine Zunge, sowie seine Ohren vor Lüge und übler Nachrede hüten. Schließlich sei der Muslim derjenige, vor dessen Zunge und Hand die anderen Menschen keinen Schaden fürchten müssen.

In der Freitagspredigt des Verbands Islamischer Kulturzentren (VIKZ) geht es um den Gebetsruf. Als Fachausdruck in der islamischen Lehre sei der Gebetsruf, der zu bestimmten Zeiten für die Pflichtgebete und mit bestimmten gesegneten Worten laut vorgetragene Ruf zum rituellen Gebet. Der Gebetsrufer werde Muezzin genannt.Wenn der Gebetsruf erklingt soll der Mensch seine Sitzhaltung und seine Haltung generell in Ordnung bringen und damit seinen Respekt gegenüber dem Ruf zeigen.

Jeder Muslim sollte sich angewöhnen beim Gebetsruf mit der Arbeit aufzuhören oder die Beschäftigung ruhen zu lassen und sich in Ehrfurcht und voller Konzentration den Worten des Rufes widmen. Der Gebetsruf sei demnach ein starkes Zeichen und ein Kennzeichen des Glaubens und des Islam.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. " Der Islam basiere auf Wissen " so die unbewiesene Behauptung in diesem Aufsatz. " Die Existenz der Mondgöttin beruht auf Wissen" So haben die Vorläufer der Mufties, die Mond-Göttin-Priester es ihren Gläubigen eingetrichtert. Und diese Priester hatten sogar einen entscheidenden Vorteil gegenüber die heutigen Muftis: Den Mond kann man wenigstens sehen, Allah bleibt ein unsichtbares Hirngespinst Heute wissen wir, dass der Mond keine Göttin ist sondern ein grosser Fussball aus Stein. Heute betreiben top-Wissenschaftler Forschung über den Urknall, über DNA, über die Entwicklung des Lebens auf Erden und die Entstehung des Menschen. Kritika, die Artikel und Entwicklungen auf diesen Gebieten mit grossem Interesse verfolgt, stellt fest, dass die entsprechende Top-Wissenschaftler darüber manchmal Hypotesen verwenden. z.B. es ist wahrscheinlicher, dass das erste primitive Irdische Leben nicht auf der Erde entstanden ist, sondern importiert wurde aus kosmische Gebieten, wo diese Entstehung vorteilhaftere Bedingungen vorfand. Heutige Topwissenschaftler prüfen Hypotesen über den Urknall, den Aufbau der Materie, die Entwicklung des Universums und der Mensch. Jemand, der behaupten würde: " Aber liebe Kollegen, das alles steht doch schon im Edlen und heiligen Koran; Vers a, Sure x " - - der hätte mit seiner unseriösen Meinung keinen Platz in dieser WissenschaftsRunde. Die Äusserungen des Koran stehen auf der Ebene der NostraDamus Profezeiungen. oder auf die sog. Offenbarungen des Johannes auf der Insel Patmos. (ernstzunehmende heutige Forscher meinen, dass Johannes damals an Demenz litt und ordnen den Aussagen folglich keinerlei Übernatürlichkeit zu ) Zurück zur Behauptung: " Der Islam basiere auf Wissen " ist längst wiederlegter Nonsense. In wenigen 100 Jahren wird die Geschichte über den Islam urteilen wie wir heute über die MondGötting denken. Kritika wünscht sich, liebe Leserin, lieber Leser, dass wir uns dann in irgendeinen Himmel irgend eines Gottes wieder treffen und bei einem guten Glas Rotwein nochmal in durchlauchter Position hier über unterhalten können. Gruss, Kritika
19.01.19
0:49
Emanuel Schaub sagt:
Abgesehen davon ,das ich meinen einzigen! rRausch mir mit Rotwein angetan habe und das schlimmste Sodbrennen meines Lebens mit Glühwein .zeigt Ihre "Einladung" nur einmal mehr Ihre Respektlosigkeit gegenüber den Menschen islamischen Glaubens!! Im Übrigen danke ich für die inspirierenden Beiträge ;die "Welt" sähe besser aus wenn danach gehandelt würde. gruss emanuel
21.01.19
12:26
Kritika sagt:
An Emanuell und Mitleser. Kritika fehlt es nicht an Respekt gegenüber Muslims oder welche Göttergläubigen auch immer, sondern um Verständnis, wie man so viele ungereimter Nonsens für bare Münze nehmen kann. Da sind Adam und Eva, von denen wissenschaftlich bewiesen ist, dass es sie niemals gab. Da sind die 3 moderne Götter, die alle 3 behaupten, alles geschaffen zu haben. Auch das ist gründlich wissenschaftlich widerlegt. Und die Götter selber? wer hat die denn geschaffen? Waren die sozusagen in StandBy-Modus, before sie beschlossen, sich zu schaffen? Wer hat denn die StanBy-Götter geschaffen? Ein SuperGott? Das DreierPak Götter (oder jeder einzelne davon) kann unmöglich sowohl all-mächtig als all-wissend als all-erbarmend sein. Beweis: die Judenvernichtung durch die Deutschen die Muslimische Ertrinkenden, heute, im Mittelmer, die (fast)Ausrottung der damaligen Menschheit durch Pest und Cholera. Ergo ein Gott, der Allmächtig+ allwissend+ allerbarmend ist existiert nicht, hat auch niemals existiert. Q E D (Was zu beweisen war) Habe ich irgendwo einen logischen Fehler begangen, Herr Schaub? So-ja wo?? so-nein stimmen Sie mit mir überein, dass es keinen allwissenden + allerbarmenden + allmächtigen Gott gibt? dass es folglich keinen Jawè "Gott" oder Allah geben kann? Übrigens: tut mir leid, dass Ihnen Sie von Rotwein & Co nicht bekommen ist. Sollte ich zuerst in den Himmel sein, werde ich vorsorglich in der Himmlischen Apoteke entsprechend Gegenmittel für Sie ordern. Religion und Himmel, sehr geehrter Herr Schaub sollte man nicht so Bier (oder Rotwein) ernst nehmen, denn da wird doch nichts 'raus. Ein bekannter Filosof sagte einmal " Den Himmel überlassen wir den Toren und den Spatzen." Recht hatte er. Gruss, Kritika
22.01.19
19:39
Emanuel Schaub sagt:
kritika ! Ihre Wissenschaftsgäubigkeit in allen Ehren... meine Kritik richtete sich gegen das Angebot? im Himmel das irdische Verbot ausser Kraft zu setzten .! Für eine(n) Muslimischen Gläubigen eine blasphemische Einladung zur "Verbrüderung". Das beste Gegenmittel für alle Suchtstoffe ist der NICHT Konsum!! gruss emanuel
26.01.19
11:58