Ulm

Prozess gegen mutmaßliche Moschee-Brandstifter beginnt

In Ulm startet am Donnerstag der Prozess gegen sechs mutmaßliche Moschee-Brandstifter. Der Anschlag ereignete sich im März.

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Brandanschlag auf IGMG-Moschee in Ulm © IGMG Ulm
Brandanschlag auf IGMG-Moschee in Ulm © IGMG Ulm

Das Landgericht Ulm beginnt am Donnerstag den Prozess gegen die mutmaßlichen Brandstifter einer Moschee in Ulm, wie die Schwäbische Ulm berichtete. Den sechs Angeklagten wird vorgeworfen im März Molotowcocktails auf eine Moschee der islamischen Religionsgemeinschaft IGMG geworfen zu haben. Die Tat ereignete sich in der Nacht. Die Molotow-Cocktails konnten die Fensterscheiben des Moscheegebäudes nicht durchbrechen, sodass das Feuer außerhalb ausbrach. Das Feuer konnte rechtzeitig gelöscht werden, ohne dass jemand verletzt wurde.

Drei Angeklagte wurden nach Angaben einer Sprecherin des Landgerichtes wegen versuchten Mordes mit versuchten Brandstiftungsdelikten, zwei Angeklagte wegen Beihilfe sowie ein weiterer Angeklagter wegen Verabredung zur Tat angeklagt. Außerdem wird allen Angeklagten ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen.

Die sechs Angeklagten mit türkisch-kurdischen Wurzeln sollen in diesem Jahr mehrere strafbare Handlungen in Ulm aus Protest gegen den Militäreinsatz der Türkei in Syrien verübt haben, wie beispielsweise die Sperrung eines Bahngleises am Hauptbahnhof.

Da zwei Angeklagte zum Tatzeitpunkt erst 18 Jahre alt waren, ist die Jugendkammer für den Fall zuständig. Bis auf ein Angeklagter befinden sich alle aktuell in Untersuchungshaft.