Niedersachsen

Land will mehr Beschäftigte mit Migrationshintergrund einstellen

Das Land Niedersachsen kündigt an, mehr Menschen mit Migrationshintergrund einzustellen. Die sei Teil einer Strategie zur kulturellen Öffnung.

05
12
2018
Diskriminierung
Menschen mit Migrationshintergrund © by ITU Pictures auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Die niedersächsische Landesverwaltung will verstärkt Beschäftigten mit Migrationshintergrund eine Chance bieten. Das ist Teil eines Eckpunktepapiers zur interkulturellen Öffnung, das vom Kabinett am Dienstag gebilligt wurde. Derzeit seien Beschäftigte mit Zuwanderungsgeschichte in der Landesverwaltung noch unterrepräsentiert, sagte Sozial- und Gleichstellungsministerin Carola Reimann (SPD). Da die Behörden des Landes aber Leistungen für alle Menschen in Niedersachsen erbrächten, müsse sich die Vielfalt der Gesellschaft auch im Handeln und Auftreten der Behörden widerspiegeln.

Der Anteil der Mitarbeiter mit Migrationshintergrund lag nach Angaben des Sozialministeriums laut einer Erhebung aus dem Jahr 2011/12 bei rund acht Prozent. Seitdem ist der Wert nicht mehr ermittelt worden. Im vergangenen Jahr beschloss das Kabinett, auf derartige Erhebungen in der Landesverwaltung zu verzichten.

Künftig sollen beispielsweise Stellenausschreibungen mit dem Zusatz versehen werden, dass Bewerber mit Migrationshintergrund besonders willkommen sind. Auch die Testfragen im Auswahlverfahren sollen so formuliert werden, dass Menschen nicht-deutscher Herkunft sie beantworten können. Außerdem sollen alle Behördenmitarbeiter Schulungen erhalten, die ihre interkulturelle Kompetenz steigern sollen. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Emanuel Schaub sagt:
Auch wenn es verdächtig nach "Frauen Quote " reicht.. und wenn es ohne gönnerhafter Attitüde gemeint ist...(Fragen ,die auch Nicht Deutsche beantworten können...) ist es ganz bestimmt ein richtiger Vorschlag. Vielleicht bringen "Migrations Schupos die Raser/Drängler etc zur Raison! gruss emanuel
07.12.18
15:17