Freitagspredigten, 30.11.2018

Zusammenhalt, Thronvers, Prüfung

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Symbolbild: Minbar, Freitagspredigt, Hutba

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft. Zusammenhalt und Einheit seien zwei wichtige Aspekte einer jeden Gemeinschaft. Spalte sich die Gemeinschaft, werde sie geschwächt. Geschwisterlichkeit, Einheit und Zusammenhalt seien die wichtigsten Voraussetzungen, damit eine Gemeinschaft stark bleibe. Diejenigen, die den Geboten Allahs und der Botschaft des Propheten gefolgt seien und zusammenhielten, haben sich in der Geschichte immer als die Stärkeren erwiesen.

Die IGMG setze sich für die religiösen und sozialen Angelegenheiten der Muslime ein und sehe sich ihren Mitgliedern und Gemeinden gegenüber in besonderer Weise verantwortlich. Die zunehmend antiislamische Stimmung in Europa stelle Muslime vor neue Herausforderungen und Probleme. Um neben der religiösen Unterweisung auch auf sozialer und gesellschaftlicher Ebene gegen Islamfeindlichkeit aktiv zu werden, benötigen man starke Organisationsstrukturen.

Aus diesem Grund lade die IGMG alle dazu ein, die Gemeinschaft zugunsten der Umma und ihrer Belange zu unterstützen. Die Vielzahl der Mitglieder und die Unterstützung der Religionsgemeinschaft werde es ermöglichen, einen positiven gesellschaftlichen Beitrag zu leisten sowie rechtliche und soziale Fragen zu klären.

Der Thronvers

Die Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) thematisiert diese Woche die Lehren aus dem Thronverses. Der Thronvers sei ein Vers, den wir alle ab unserer ‎Kindheit auswendig lernen, den Muslime ständig in ‎Situationen der Glücklosigkeit, Hilfslosigkeit und Not ‎in unseren Bittgebeten rezitieren.

Muslime hatten jahrhundertelang die ‎Vorreiterschaft bei guten Taten, Mildtätigkeit, Güte ‎und Wohltaten. Wohltätige Werke wie Moscheen, Brunnen, ‎Krankenhäuser, Bibliotheken, Brücken, Schulen usw. ‎‎-, die mit der Absicht errichtet wurden, dass sie ‎fortlaufende Spenden sein ‎mögen, lassen Gutes im Leben weiterhin ‎fortbestehen. Moscheen seien gesegnete Orte, die ‎den Herzen Glauben schenken, den Städten ‎Sicherheit geben und zu Frieden und ‎Geschwisterlichkeit einladen. Seit eh und je ‎errichteten Muslime Moscheen oder unterstützen in Bau befindlichen Moscheen, um der Verheißung des Propheten zuteilzuwerden.

Ein Leben voller Prüfungen

In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) geht um die Prüfungen im Leben. Das menschliche sei bis zum letzten Atemzug mit Prüfungen vollgepackt. Prüfungen zum Glauben, zu den Gebeten, zum Wissen, zu den Kindern, zu Vermögen und Besitz. Jeder Mensch habe sich daher bewusst zu machen, dass er ein Leben voller Prüfungen zu durchleben habe, von denen sein Glück sowohl auf dieser als auch in der jenseitigen Welt abhänge. Nach dem Tod werde er dann zur Rechenschaft gezogen.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.