Bundesfamilienministerin

Giffey warnt vor Folgen religiösen Mobbings an Schulen

Religiöses Mobbing an Schulen ist ein großes Problem. Das sagt die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Anti-Mobbing Profis sollen Abhilfe schaffen.

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2018
Religionsunterricht
Symbolbild: Klassenzimmer, Schule, Unterricht © shutterstock, bearbeitet by IslamiQ.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat vor den Folgen religiösen Mobbings an Schulen gewarnt. „Mobbing geht an niemandem spurlos vorbei und kann schlimme Folgen haben: von der Schulverweigerung bis hin zum Selbstmord“, sagte sie am Freitag in Hannover. „Wenn Schüler beschimpft oder gemobbt werden, weil sie anders aussehen, einen anderen Glauben haben oder anderer Herkunft sind, dann ist es höchste Zeit zu handeln.“

Giffey äußerte sich beim offiziellen Auftakt ihres Programms zur Förderung von Anti-Mobbing-Profis an Schulen. Rund 200 speziell geschulte Sozialarbeiter – sogenannte Respekt Coaches – arbeiten derzeit an bundesweit 175 Schulen. Gestartet war das Programm in diesem Schuljahr.

Die Profis sollten in konkreten Fällen eingreifen, aber auch vorsorgend arbeiten, sagte die Ministerin. „Es geht darum, jungen Menschen die Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft zu vermitteln, um sie gegen menschenfeindliche Ideologien stark zu machen.“

In diesem Jahr stehen für das Programm 20 Millionen Euro bereit. Im kommenden Jahr sind im Bundeshaushalt bislang drei Millionen Euro mehr vorgesehen. Das Vorhaben ist Teil des Nationalen Präventionsprogramms gegen islamistischen Extremismus. (KNA, iQ)

Leserkommentare

Dilaver Çelik sagt:
Gemobbt wird in Schulen aus unterschiedlichen Motiven. Das Problem ist vielmehr, dass die meisten Lehrer nichts wirksames dagegen unternehmen und die Täter damit durchkommen, was das Problem umso schlimmer macht. Deswegen braucht es dringend Präventionsprogramme in Schulen, ehe es zu spät ist. Schüler befinden sich noch in der Entwicklungsphase, so dass Mobbing lebenslange Folgen haben kann.
18.11.18
12:34