Myanmar

Facebook löscht weitere Seiten nach Hasspostings gegen Rohingya

Facebook hat eine Reihe von Seiten von der Armee von Myanmar gelöscht, weil gezielt Hasspropaganda gegen die muslimische Minderheit Rohingya betrieben wurde.

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2018
Der Bundestag möchte die Rohingya stärker unterstützen. © shutterstock
Hass gegen Rohingya auch im Netz © shutterstock

Wegen der Verbreitung von Hasspropaganda gegen die muslimischen Rohingya hat Facebook weitere Seiten und Accounts der Armee von Myanmar entfernt. Betroffen seien 13 Seiten und 10 Accounts, durch die zusammen mehr als 1,35 Millionen Menschen erreicht worden seien, berichtete das Nachrichtenportal „Frontier Myanmar“ am Dienstag.

Facebook habe mit dieser Maßnahme auf eine investigative Reportage der „New York Times“ über die Nutzung des Sozialen Netzwerks zur Verbreitung von Hasspostings gegen die verfolgte Minderheit der Rohingya durch das Militär reagiert. Hunderte Armeeangehörige hätten in der Vergangenheit auf Facebook zunächst Seiten mit Klatsch über Promis und Nachrichten eingerichtet und diese dann mit hasserfüllten Kommentaren gegen Rohingya und Muslime überflutet.

Seit Juni blockiert das Netzwerk bereits die Seiten der radikal-buddhistischen Mönchsorganisation Ma Ba Tha sowie seit August die Facebookaccounts von Myanmars Armeechef Min Aung Hlaing und weiteren 19 hohen Offizieren. Die Faktenfindungskommission der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Gewalt gegen die Rohingya hatte in ihrem im August veröffentlichten Report die Rolle von Facebook bei der Verbreitung von Hasspropaganda gegen die muslimische Minderheit hervorgehoben.

Facebook ist das populärste Online-Medium in Myanmar. Es wird den Angaben zufolge von mehr als 18 Millionen der rund 50 Millionen Einwohner des südostasiatischen Landes genutzt.

Die Armee von Myanmar hat seit Ende August 2017 gewaltsam mehr als 700.000 muslimische Rohingya aus dem Norden von Rakhine über die Grenze nach Bangladesch vertrieben. Die Vereinten Nationen werfen Myanmar ethnische Säuberung vor und fordern eine Strafverfolgung von Armeechef Min Aung Hlaing und fünf weiteren Top-Generälen wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. (KNA/iQ)

Leserkommentare

Emanuel Schaub sagt:
Der von mir so verehrte (unbekannte...) Philosoph hat BUDDHA als den "geistigsten Menschen, der jeh auf Erden wandelte" bezeichnet. Seine Anhänger scheinen die Texte wohl kaum gelesen zu haben -sonst könnten sie nicht so unmenschlich (wobei die Frage ist:Mensch gleich gut...) mit Mit -Menschen umgehen!! Übrigens hat Dr.Port die Religion Buddhismus als "lächerlich" bezeichnet. Wie auch immer :es scheint das Schicksal aller Welt-Anschauenden und Ein -Sichten verkündern zu sein von den Schülern/Interpreten gründlich missverstanden zu werden. Die Folgen zeigt die Welt-geschicht... gruss emanuel
18.10.18
11:19