Schweiz

Kanton St. Gallen stimmt für Verhüllungsverbot

Das Schweizer Kanton St. Gallen stimmte per Volksentscheid für ein Verhüllungsverbot.

23
09
2018
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Wahlen © by SPÖ Presse und Kommunikation auf Flickr (CC BY-SA 2.0), bearbeitet islamiQ

In der Schweiz führt St. Gallen als zweiter Kanton nach dem Tessin ein Verhüllungsverbot ein. Im Volksmund ist von Burka-Verbot die Rede, weil damit die Verschleierung muslimischer Frauen verhindert werden soll. 66,65 Prozent waren dafür, wie die Regierung am Sonntag mitteilte. Der Kanton liegt südlich des Bodensees und hat rund 500 000 Einwohner. Er hatte das Verbot bereits beschlossen, und zwar für alle Fälle, in denen die Verhüllung „die öffentliche Sicherheit oder den religiösen oder gesellschaftlichen Frieden bedroht oder gefährdet“. Gegner wollten die Entscheidung mit dem Referendum kippen.

Der Kanton Tessin im Süden hat als erster in der Schweiz seit 2016 ein Verhüllungsverbot eingeführt. Nach Angaben der Behörden gab es dort in den ersten zwei Jahren weniger als 50 Fälle. In 90 Prozent dieser Fälle verstießen vermummte Fußballfans gegen das Gesetz.

Rechte Politiker wollen landesweit über ein Verhüllungsverbot abstimmen. Sie haben 2017 genügend Unterschriften für ihre Initiative „Ja zum Verhüllungsverbot“ eingereicht. Im Jahr 2009 hatten sie schon per Volksabstimmung durchgesetzt, dass an Moscheen keine neuen Minarette gebaut werden dürfen. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Viele Staaten sind der Bundesrepublik voraus, nun auch Schweiz voraus. Burka passt einfach nicht zu Unserer offenen Umgang untereinander. Wie in Frankreich und Belgien und die Niederlande, Österreich und nun Die Schweiz sollte auch Deutschland Burka, Burkini und Nikab einfach verbieten. Danach kann man das Kopftuch erst einschränken und ebenfalls ganz verbieten. Dann wäre unser ÖffentlicherRaum wieder ebenso neutral und sympatisch wie bfore die Muslims kamen. Gruss, Kritika.
23.09.18
23:35
Ute Fabel sagt:
Als Österreicherin kann ich berichten, dass sich das auch von den Sozialdemokraten mitgetragene Vermummungsverbot nun nach einem knappen Jahr nach seinem Inkrafttreten als großes Erfolgsmodell entpuppt hat. Bereits auf den Flughäfen werden ankommende Touristinnen über die österreichischen Rechtslage aufgeklärt, die auf enorme Akzeptanz stößt. Vor dem Wiener Donauturm, wo sich vor einem Jahr noch ihrer Individualität beraubte, gesichtslose Stoffballen tummelten, können wir Österreicher uns jetzt an dem strahlenden Lächeln unserer willkommenen Besucherinnen aus dem Nahen und Mittleren Osten erfreuen. Man sieht, es zahlt sich aus, wenn der Staat mutig Kante zeigt, anstatt feige die Zügel schleifen zu lassen.
24.09.18
14:58
Emanuel Schaub sagt:
Das mit dem sympathischen öffentlichen Raum ;na ich weiss nicht wann der jemals durchgängig "sympathisch" war von der Kleider Ordnung her oder den damals (in der guten Alten Zeit) offen zu Tage stehenden/oder fehlenden sympatischen Frisuren oder dem Make up oder ...?? Für meinen Teil war ich eben regelrecht enttäuscht! ,dass in zwei "türkischen Lokalen so wenig e Kopftuch Trägerinnen waren (als Bedienung und wie schön!! war das Koptuch der Ärztin gestern!1 Der Zwang zur Kopfbedeckung!! im Kaufland war mir gestern untergekommen...Die Mitarbeiter/innen konnten n i c h t frei wählen!! gruss emanuel
25.09.18
14:33
Kritika sagt:
L.S. E Schaub schreibt: » Für meinen Teil war ich eben regelrecht enttäuscht! ,dass in zwei "türkischen Lokalen so wenig e Kopftuch Trägerinnen waren (als Bedienung und wie schön!! « ---------- Kritika meint: Bei uns gibt es auch Türkische Restaurants, wir gehen gerne dahin. Das sind keine "Türkische " sondern echte Türken. Chef und Bedienung sind alle echte Türken Alle echt sympatische Typen, die kennen uns schon lange persönlich. Zum Glück haben wir dort noch nie ein KopftuchMädchen gesehen, nicht als Kunde und schon gar nicht als Bedienung. Der Chef weiss drommels gut, dass eine solch sanfte Islamisierung seine Kunden verjagen würde. Ausser, E Schaub käme mal vorbei. Dass Firmen Kleidungsvorschriften für ihre Mitarbeiter erlassen, ist schon üblich und verständlich. Haben Sie jemals einen Bankberater getroffen in Jeans? Anzug und Kostüm gehören zu dieser Berufsgruppe sowie " Frei von Kopftuch " zu Verkäuferinnen gehört. Schliesslich will kein Geschäft seine Kunden durch KopftuchMädchen abschrecken und verlieren. Aber die Mitarbeiter wählen freiwillig "Kaufhof" und damit indirekt auch Freiwillig "Kopftuch-Frei " Gruss, Kritika
01.10.18
19:11