Schweiz

Kein Gesetz über Handschlagspflicht für Schüler

Der Gesetzesvorschlag eine Handschlagspflicht für Schüler einzuführen, wurde vom Schweizer Parlament abgelehnt.

27
09
2017
Symbolbild Handschlag als Zeichen des Dialog es © Shutterstock
Symbolbild Handschlag als Zeichen des Dialog es © Shutterstock

Das Schweizer Parlament will Schülern nicht per Gesetz vorschreiben, ihren Lehrerinnen die Hand zu geben. Der Nationalrat lehnte am Dienstag den Vorstoß einer Abgeordneten der konservativen Volkspartei (SVP) ab. „Die Kantone können beurteilen, was nötig und sinnvoll ist“, sagte Justizministerin Simonetta Sommaruga.

In der Schweiz ist ein Handschlag zur Begrüßung im Unterricht üblich. Zwei muslimische Schüler hatten im vergagenen Jahr jedoch den Handschlag mit ihrer Lehrerin verweigert und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Die Schüler aus Syrien hatten argumentiert, ihre Religion verbiete ihnen Körperkontakt mit dem anderen Geschlecht. Nach anfänglicher Toleranz beharrte die Schulbehörde darauf, dass der Handschlag in der Schule zur einheimischen Kultur gehöre. Wer gegen die Regeln verstoße, müsse mit einer Strafe rechnen. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Manuel sagt:
Warum soll man plötzlich Sexismus tolerieren, nur weil Islam draufsteht oder wie?
28.09.17
19:30
Torben sagt:
Angehörige einer Religion, deren Gott ihnen den normalen Umgang miteinander, wie er bei uns üblich ist, verbietet, haben bei uns nichts verloren. Sollen sie doch einfach in ein Land gehen, wo ihre Regeln gelten, statt uns ihre Regeln aufzuzwingen.
29.09.17
14:32
Frederic Voss sagt:
Der Handschlag gehört eindeutig zur einheimischen Kultur. Die syrischen Schüler würden sich wahrscheinlich in islamischen Gottesstaaten wohler fühlen. Sollen eigentlich eher die Schweizer in islamische Kultur integriert werden oder Syrer in schweizerische Kultur?
30.09.17
16:56