Weltoffenheit und Toleranz

Marwa El-Sherbini-Stipendium für Studentin aus Ägypten

Zum dritten Mal in Folge hat die Stadt Dresden das Marwa El Sherbini-Stipendium vergeben. Dieses Mal an eine Studentin aus Ägypten.

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2017
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Marwa El-Sherbini
Marwa El-Sherbini © Facebook, bearbeitet iQ

Die Ägypterin Youmna Fouad bekommt das zum dritten Mal von der Stadt Dresden und dem Freistaat Sachsen vergebene Marwa El Sherbini-Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz. Das teilte das Kuratorium am Freitag in der Elbestadt mit. Oberbürgermeister Dirk Hilberg (FDP) und Sachsens Integrationsministerin lobten das Engagement der TU-Masterstudentin für Verständigung als vorbildlich und beeindruckend.

Fouad studierte in Kairo Germanistik, Anglistik und Arabistik, lebt seit 2012 in der Elbestadt und engagiert sich ehrenamtlich für Flüchtlinge und Migranten. Sie arbeitet als Übersetzerin, hält an der Volkshochschule Vorträge über die deutsche Kultur für Flüchtlinge und über die arabische Kultur und die Rolle des Islam.

Das jeweils zum 1. Oktober für zwei Jahre vergebene Stipendium ist mit monatlich 750 Euro dotiert. Es erinnert an die Ägypterin Marwa El Sherbini, die 2009 in einer Gerichtsverhandlung um rassistische Beleidigungen vom Angeklagten erstochen wurde. Der Täter wurde später wegen Mordes aus Fremdenhass zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die bisherigen Stipendiatinnen kamen aus Jordanien und Indonesien. (dpa, iQ)

Auch IslamiQ möchte an die Ermordung Marwa el-Sherbini erinnern. Aus diesem Anlass haben wir ihre Geschichte in einem Video festgehalten.