Österreich

Studie prognostiziert Anstieg von Muslimen

Eine aktuelle Studie zeigt einen weiteren Anstieg von Muslimen in Österreich in den nächsten 30 Jahren. Die Zahl der Konfessionslosen nimmt ebenfalls zu.

10
08
2017
Muslime © by Garry Knight auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Eine aktuelle Studie des Vienna Institute of Demography mit dem Titel „Demographie und Religion in Österreich“ zeigt die religiöse Entwicklung der Gesellschaft in den nächsten 30 Jahren. Ein zentrales Ergebnis ist der Anstieg von Muslimen im Land. Der Studie liegen Daten aus dem Jahr 2016 zugrunde. Die religiöse Zusammensetzung der Gesellschaft hat sich bereits im Zeitraum von 2001, als die letzte Volkszählung durchgeführt wurde bis zum Jahr 2016 deutlich verändert.

Die Zahl der Muslime hat sich auf etwa 700.000 verdoppelt, was einen Anteil von acht Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die römisch-katholische Kirche hingegen verzeichnete einen steten Rückgang der Mitgliederzahlen. Mit einem Anteil von etwa zwei Drittel stellt sie aber nach wie vor die größte Religionsgemeinschaft dar. Ein starker Anstieg lässt sich nach Angaben der Studie nicht nur bei den Muslimen, sondern vor allem auch bei den Konfessionslosen beobachten. Mit einem Anstieg von 12 Prozent im jahr 2001 auf 17 Prozent im jahr 2016 hat in dieser Gruppe der größte Zuwachs stattgefunden. Der Anteil der orthodoxen Christen ist von 2 Prozent auf 5 Prozent angestiegen. Der Anteil der evangelischen Kirche bleib unverändert bei 5 Prozent.

Für die weitere Entwicklung der religiösen Zusammensetzung der Gesellschaft wurden im Rahmen der Studie vier Szenarien entworfen, die unterschiedliche Entwicklungen begünstigen. Die vier Szenarien tragen die Titel: „europäische Mobilität“, „Diversität“, „geringe Zuwanderung“, und „starke Zuwanderung“. Bei allen Szenarien lässt sich ein Anstieg der Muslime im Land verzeichnen, aber in unterschiedlicher Intensität. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass je nach migrationspolitischen und -soziologischen Entwicklungen der nächsten Jahre, auch die religiöse Entwicklung der Gesellschaft unterschiedlich ausfallen kann.

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. "Ein zentrales Ergebnis ist der Anstieg von Muslimen im Land." Armes Österreich! Und was tut Österreich, um zu verhindern, dass Mohammeddaner eine solche Kritische Mase erreichen, dass Österreich abgleitet zur «Islamische Republik Österreich», (mit einem Ayatolla an der Spitze)? In Sorge, Kritika.
10.08.17
17:02
Manuel sagt:
Ist halt die Frage welcher Islam, einen mittelalterlichen erzkonservativen, wo man einer Frau nicht mal die Hand geben kann, brauchen wir hier in Europa jedenfalls nicht.
10.08.17
20:29
Frederic Voss sagt:
Mit dem Wort "Muslime" ist letztlich eine Gruppe von Menschen gemeint, die sehr unterschiedlich sind. Von extrem konservativ und mittelalterlich eingestellt bis hin zu sehr freiheitlich-liberal denkend und nicht mehr hängend am autoritär-dominierenden Gängelband indoktrinierender Koraninterpretierer. Dies gilt es im Auge zu behalten. Somit kann keine Teilgruppe für sich in Anspruch nehmen, sie spräche für alle Islam-Sympathisanten und Korananhänger.
11.08.17
9:43
Dilaver sagt:
Für die Generation, welche gerade geboren wird, wird in 30 Jahren die islamische Präsenz in der Öffentlichkeit genau so selbstverständlich sein wie die christliche sowie atheistische. Solange niemand dieser etwas anderes erzählt.
11.08.17
16:26
Dilaver sagt:
@Manuel Wenn eine Frau Ihnen nicht die Hand geben will, dann müssen Sie das akzeptieren. Andernfalls werden Sie Probleme kriegen.
12.08.17
17:11
Manuel sagt:
@Dilaver: Ich werde sicher nicht dieses sexistische Dogma tolerieren, außerdem geht es um die islamischen Männer, die anderen Männern ohne Probleme die Hand geben, aber einer Frau nicht, sowas ist sexistische Diskriminierung und außerdem eine Respektlosigkeit sondergleichen.
25.08.17
19:20