Zentrum für Komparative Theologie

Universität Luzern beruft Professur für islamische Theologie

Die Personalien im Hinblick auf die islamische Theologie im geplanten Zentrum der Komparativen Theologie in Luzern stehen fest. Rana Alsoufi wurde von der Universität zur Assistenzprofessorin berufen.

29
07
2017
SymbolbSymbolbild: Religionen (Judentum,Islam, Christentum) © Facebook Universität Luzern, bearbeitet by iQ.ild: Religion
Symbolbild: Religionsfreiheit (Judentum,Islam, Christentum) © Facebook Universität Luzern, bearbeitet by iQ.

Die Universität Luzern hat die Jordanierin Dr. Rana Alsoufi zur Assistenzprofessorin für Islamische Theologie am geplanten Zentrum für Komparative Theologie berufen. Dies teilte die Universität am Freitag mit. Die Assistenzprofessur ist auf fünf Jahre befristet. Finanziert wird sie durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Alsoufi studierte Islamisches Recht und Religionswissenschaften in Jordanien und Schottland, wo sie 2012 promoviert wurde. Seit 2013 ist sie als Postdoc Researcher an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Islamische Rechts im Kontext moderner Rechtstheorien und der interreligiöse Dialog. Ihre Stelle als Assistenzprofessorin wird Alsoufi ab dem 01. September aufnehmen.

Der ökumenische und interreligiöse Dialog besitze an der Universität Luzern einen hohen Stellenwert. Mit der Gründung eines Komparativen Zentrums plane die Universität zum Verständnis der eigenen und der anderen Religion beizutragen. Die Komparative Theologie betrachte andere Religionen sowohl aus einer Innensicht als auch mit dem Blick des Anderen. „Sie trägt zum gesellschaftlichen Frieden bei, indem sie die Vielfalt islamischer und anderer religiöser Sichtweisen aus jüdischer, christlicher und islamischer Sicht reflektiert und ihre Ergebnisse auch in die breite Öffentlichkeit vermittelt.“, heißt es in der Pressemitteilung zur Gründung des Zentrums.

Das Zentrum habe ihren Betrieb nicht aufgenommen, doch richten sich ihre Angebote an alle, die am Austausch über die Sichtweisen der drei abrahamitischen Religionen aufeinander interessiert seien. Sie sind im Bereich der Weiterbildung angesiedelt und stellen keine Ausbildung zu einem konkreten Berufsbild dar.

Leserkommentare

Ute Fabel sagt:
"Theologie" ist ebenso wenig eine Wissenschaft wie "Astrologie". Auf staatlichen Universitäten sollte stattdessen eine Studienrichtung " Religionswissenschaften" eingeführt werden, die allen offensteht. Konkret hieße das, auch ein Atheist könnte sich dann auf den Islam wissenschaftlich spezialisieren oder ein Moslem auf das Christentum. Das wäre wahres wissenschaftliches Arbeiten und weit befruchtender als wenn die einzelnen Religionsvertreter immer nur unter sich bleiben. In der Philosophie ist das jetzt schon so. Es gibt Lehrende auf den Universitäten, die sich auf marxistische Philosophie spezialisiert haben, persönlich dem Marxismus aber kritisch oder ablehnend eingestellt sind.
31.07.17
9:30