FREITAGSPREDIGTEN, 07.04.2017

Moscheen, Koran, Abschiedspredigt

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Gebetsketten
Muslimische Gebetsketten in einer Moschee © by Beggs auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

Die Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) thematisiert diese Woche die Wichtigkeit einer Moschee. Moscheen zu bauen und sie mit Leben zu füllen sei eine gute Eigenschaft der Gläubigen und Moscheen zu errichten sei sowohl eine Pflicht als auch eine besondere Eigenschaft.

Die Moscheen seien die erste Adresse für Nichtmuslime, um den Islam und die Muslime kennenzulernen. Somit repräsentieren sie den Islam und die Muslime. Deshalb seien die Muslime schon immer bemüht gewesen, Moscheen zu errichten, zu verschönern und sie nutzbarer zu machen. Damit auch die künftigen Generationen „als gute Muslime heranwachsen können, möchten wir als Moscheegemeinden unsere guten Taten gemeinsam fortsetzen.“, so die Freitagspredigt der IGMG, in der sie für Spenden an Moscheen appelliert.

Den Waisen und Bedürftigen annehmen und fromm sein

In der Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) wird die Abschiedspredigt des Propheten thematisiert. Der Prophet (s) habe in seiner Abschiedspredigt Ratschläge an die Muslime erteilt und als letztes zu insgesamt tausenden von Gefährten gesprochen und so stellvertretend an die ganze Menschheit Empfehlungen ausgesprochen.

Er habe der ganzen Menschheit das erhabenste Vermächtnis, den edlen Koran, und seine Sunna hinterlassen. Seine prophetischen Verkündigungen sind unter Muslimen nach wie vor ein Orientierungspfad. Deshalb sei dei Pflicht der Muslime, sich diesem beispiellosen Vermächtnis des Propheten anzunehmen, das den Muslimen sowohl im Diesseits als auch im Jenseits zum Glück führen wird.

Den Glauben lebendig halten

In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) geht es um den Koran und warum Muslime es lernen und lehren sollten. Der Koran sei zu den Menschen herab gesandt wurden, damit er ihnen als den Weg zur Erleuchtung ebnet. Je mehr ein Mann oder eine Frau sich mit dem Koran befasse, desto mehr Gewinn, in weltlicher wie in geistlicher Hinsicht, werde er oder sie daraus ziehen. Es gebe viele Wege, sich mit dem Koran zu beschäftigen. Ohne Zweifel ist das einfache Lesen der wichtigste davon.

Doch auch das alleine Beschäftigen mit dem Koran, sei es das Zuhören oder das Lesen von Übersetzungen, sei für den Muslim schon eine gute Tat.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.

Leserkommentare

Charley sagt:
"Der Koran sei ......, damit er ihnen als den Weg zur Erleuchtung ebnet. ..........Es gebe viele Wege, sich mit dem Koran zu beschäftigen. Ohne Zweifel ist das einfache Lesen der wichtigste davon." Hier wird der Ausdruck "Erleuchtung" benutzt. Was versteht der Islam genau darunter? Welche Eigenschaften hat die Erfahrung der "Erleuchtung"? Wie scharf kann dieser Begriff im Islam gegriffen werden? Oder ist das hier nur eine Floskel für irgendein "etwas intensiveres Verstehen von etwas Religiösem"? Ich frage deshalb nach, weil ich mich wundere, wenn es im Islam (Koran!) einen Begriff von Erleuchtung gäbe! Im Zenbuddhismus gibt es das, im Christentum/Mystik auch ("Gewahrswerden der himmlischen Sophia"/blauer Mantel der Maria) .. Welche koranischen Aussagen sprechen von "Erleuchtung"?
08.04.17
14:05
Charley sagt:
"Er habe der ganzen Menschheit das erhabenste Vermächtnis, den edlen Koran, und seine vorbildhafte Tugend als den lebendigen Koran hinterlassen." ist Mohammeds "vobildhafte Tugend" der "lebendige Koran"? Oder sind die Tugenden, die im Koran beschrieben werden "der lebendige Koran"? Das ist grammatikalisch nicht so ganz klar zu verstehen.
08.04.17
14:06