AfD

Gauland fordert Einreisestopp für Muslime

AfD-Vize Alexander Gauland will einen weitgehenden Einreisestopp für Muslime durchsetzen. Einreisen dürfen nur Muslime, die wirklich um ihr Leben fürchten müssen.

05
03
2017
Gauland
Alexander Gauland. © Metropolico.org auf Flickr, bearbeitet by IslamiQ

Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat einen weitgehenden Einreisestopp für Muslime nach Deutschland gefordert. In den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sprach er sich für einen „generellen Einreisestopp für Menschen aus muslimischen Ländern aus, in denen die politische Lage stabil ist“. Gauland sagte weiter: „Wir sollten keine Muslime ins Land lassen, denen es nur um das persönliche Fortkommen geht“.

In dem Interview wurde nicht deutlich, ob sich der AfD-Vize dabei auf alle Einreisen oder nur auf Zuwanderer und Flüchtlinge bezog. Er sagte auch: „Wir sollen nur diejenigen Muslime ins Land lassen, die wirklich um ihr Leben fürchten müssen. Muslime, die etwa aus Nordafrika kommen, sind offensichtlich Wirtschaftsflüchtlinge.“

Brandenburgs SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz sagte dazu am Samstag, Gauland hetze angesichts sinkender Umfragewerte für die AfD mal wieder gezielt gegen Minderheiten. „Alexander Gauland macht auf Donald Trump aus Brandenburg. Wie schon bei seinem großen Vorbild würde auch Gaulands Plan an unserer Verfassung scheitern.“ (dpa, iQ)

Leserkommentare

Andreas sagt:
So ein Blödsinn!
07.03.17
18:36
Enail sagt:
Dazu fällt mir ein Bericht einer muslimischen Mitarbeiterin bei BAMF ein, die einen Asylantrag einer irakischen, christlichen Familie abgelehnt hat. Wie nennt sich dann so etwas? Ist das auch Blödsinn? Ein Blödsinn, der diese Familie in ein Land zurück schickt, von dem man weiß, dass Christen dort verfolgt und bedroht werden. Es ist doch bekannt, dass Christen die meist verfolgte religiöse Gruppe ist, besonders in islamischen Ländern.
11.03.17
22:20