Mitreisende aus dem Boot geworfen

Kein religiöses Tatmotiv der „Bootsmigranten“

Die Nachricht über sechs muslimische Migranten, die Mitfliehende vom Schlauchboot geworfen haben, erregte international Aufmerksamkeit. Nun verurteilte das italienische Gericht die Täter zu 18 Jahren Haft, gab jedoch an, dass kein religiöses Motiv Auslöser der Tat war.

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02
2017
Lampedusa Flüchtlinge 2007
Flüchtlinge kommen in überfüllten Booten nach Europa © by Noborder Network auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Ein Gericht im italienischen Palermo hat sechs Migranten wegen Mordes zu 18 Jahren Haft verurteilt. Sie hatten während der Überfahrt über das Mittelmeer neun Mitreisende über Bord
geworfen. Der Fall sorgte im April 2015 international für Aufsehen, weil die Opfer laut Augenzeugenberichten Christen gewesen sein sollen. Die sechs Verurteilten sind Muslime.

Die Richter erkannten jedoch kein religiöses Tatmotiv und folgten damit weitgehend der Verteidigung. Diese hatte als Auslöser des Streits zwischen der muslimischen und der christlichen Gruppe ein Loch im Schlauchboot genannt. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haftstrafen gefordert, unter anderem mit Hinweis auf ein religiöses Motiv.

Die Verurteilten stammen aus der Elfenbeinküste, dem Senegal und Mali. Bei den Opfern soll es sich um sechs Ghanaer und drei Nigerianer gehandelt haben. Ein Mitangeklagter wurde am Montag in Palermo wegen Begünstigung illegaler Migration zu vier Jahren Haft verurteilt; acht weitere wurden vom Gericht freigesprochen. ( KNA, iQ)

Leserkommentare

Nicole sagt:
Das ist ja der Kracher. Wenn ein Muslim Opfer eines Gewaltverbrechens ist, rufen die Muslime sofort "Hate Crime". Werden aber Christen von Muslimen über Bord geworfen, um zu ertrinken, dann hat das nichts mit der Religion zu tun. Verlogener geht's wohl kaum. Natürlich haben die Muslime ganz zufällig die Christen über Bord geworfen.
24.02.17
17:00
Enail sagt:
Das dachte ich mir auch, als ich das Urteil las. Ist schon eigenartig, dass es Christen waren die von Muslimen ins Meer geworfen wurden. Für wie dumm hält man uns, uns glauben zu lassen, dass es nur Zufall war, dass gerade Christen sterben mussten. Zum ersten Mal legen die katholische und evangelische Kirche in Deutschland einen Bericht zur weltweiten Beschränkung der Religionsfreiheit vor. Demnach haben Christen mit der gravierendsten Unterdrückung zu kämpfen. Auf Platz zwei folgen Muslime. In vielen islamischen Ländern werden Christen verfolgt zudem auch in Nordkorea. Muslime werden aber sicher nicht von Christen verfolgt.
03.03.17
0:31
Charley sagt:
Puh da bin ich aber entspannt das an diesen Morden kein religiöses Tatmotiv beteiligt war. [Ironiemodus aus] welch ein eitles Geschwätz der Moslems hierauf islamiq! Da werden Menschen ermordet und man ist erleichtert dass es kein religiös motivierter Mord ist. Stattdessen aber betroffen zu sein dass ein Mord stattfand wär pietätvoll gewesen. Aber man ist entspannt, weil die Mörder nicht aus religiösen Gründen gemordet haben sollen. Welch ein eitles Gehampel um den Islam herum!
05.08.17
16:46