Rheinbahn

Busfahrer hetzt gegen Muslime

Ein Busfahrer der Rheinbahn hetzte in einer WhatsApp-Gruppe unter Arbeitskollegen gegen Muslime und postete volksverhetzende Bilder. Ihm droht nun die Kündigung.

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01
2017
Bus Düsseldorf by Metropolico.org © flickr / CC 2.0 /

Bei der Düsseldorfer Rheinbahn sorgte ein rechtsextremer Busfahrer mit islamfeindlichen und rassistischen Beiträgen in einer WhatsApp-Gruppe unter Arbeitskollegen für Empörung, wie der „Express“ berichtete. Muslimische Arbeitskollegen fühlten sich durch seine postings provoziert und angegriffen. „Wir waren schockiert. Es ist kaum noch zu ertragen, was man da zu sehen bekommt“, sagt ein türkischer Fahrer, der anonym bleiben will.

Rheinbahn-Chef Michael Clausecker bestätigte am Sonntag die Vorwürfe und kündigte an, den Sachverhalt zu prüfen. „Wir tolerieren rechte Umtriebe nicht. Wir werden auch prüfen, was strafrechtlich relevant ist“, so Clausecker gegenüber der „Rheinischen Post“.

Neben islamfeindlichen Aussagen als Reaktion auf den Berliner Anschlag, teilte der Busfahrer außerdem ein Bild, das ein Badezimmer mit einem Hakenkreuz an den Fliesen zeigte und kommentierte dieses Bild mit dem Satz: „Es gibt noch gute Fliesenleger.“ Kurz darauf folgte noch ein Hitlerfoto. Diese volksverhetzenden Bilder könnten auch strafrechtlich relevant sein.

Dem Busfahrer, der in Mettmann eingesetzt ist, droht nun die Kündigung, sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten. „Wir werden jetzt durch einen Anwalt prüfen lassen, welche rechtlichen Konsequenzen möglich sind“, versichert der Sprecher der Rheinbahn-Eckhard Lander. Einem anderen Fahrer, der während der Arbeitszeit einen Arbeitskollegen rassistisch beleidigte, wurde vor sechs Monaten bereits gekündigt. Da sich der aktuelle Vorfall aber nicht im Dienst ereignete, sondern in einer privaten WhatsApp-Gruppe ist die Rechtslage noch unklar.

Leserkommentare

Ute Fabel sagt:
Kritik an Religionen ist gut und wichtig. Unsachliche Hetze ist abzulehnen. Zum Thema Hetze sollte nicht vergessen werden, dass in Bibel und Koran, den Heiligen Schriften der Christen und Moslems andauernd gegen Anders- und Ungläubige voller Hass gehetzt und zu Intoleranz aufgerufen wird. Ein noch vergleichsweise harmloseres Beispiel dafür ist Sure 9:29: Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen - von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.
11.01.17
13:32