FREITAGSPREDIGTEN, 25.11.2016

Vergebung, Glücksspiele, Eltern

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Symbolfoto: Spiritualität. Vor allem in der Kadr-Nacht von Bedeutung © by Jenny Poole auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Die Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) thematisiert diese Woche die Vergebung der Sünden. Menschen haben einen Hang zur Sünde, denn sie verfällen sehr schnell den Täuschungen des Teufels und ihrer Nafs.

Allah habe dem Menschen auch einen Ausweg gegeben, nämlich die Tawba. Deshalb sollte sich der Muslim zu Allah wenden und um Vergebung bitten. Die Reue müsse von Herzen kommen, damit die Sünden getilgt werden. Dann werde man sich am Tag der Auferstehung nicht für seine Worte und Taten schämen müssen und könne mit dem Propheten und den anderen Gläubigen zusammen sein.

Reue, die nicht von Herzen komme, verfalle sofort. Es ist, als sei sie nie gesprochen worden. Die Tawba, die von Herzen komme und aufrichtig sei, versperre zudem den Weg für spätere Sünden.

Schäden der Glücks- und Wettspiele

In der Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) werden diese Woche die Schäden der Glücks- und Wettspiele behandelt. Glücksspiele seien Laster, die dem Menschen den Weg zur Glückseligkeit im Diesseits und Jenseits verhindern.

Glücksspiele führen zu einem verlorenen Leben. Sie leiten dazu an, die Zeit nicht mit Nützlichem und Gutem, sondern mit Schlechtem und Schändlichem zu verbringen. Man spiele, um den Gewinn zu erhöhen oder den Verlust auszugleichen und befinde sich somit in einem Teufelskreis.

Die Nachteile der Spielsucht beschränken sich nicht nur auf die eigene Person. Sie führen auch zu irreparablen Schäden, welche verheerende Auswirkungen auf die Familie, die Gemeinschaft und den wirtschaftlichen Bereich auslösen.

Respekt gegenüber den Eltern

Die Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) behandelt diese Woche den Respekt gegenüber den Eltern. Dabei zitiert die VIKZ eine Überlieferung vom Propheten Muhammad (s), in der es heißt: „Das Wohlwollen Allahs ist im Wohlwollen der Eltern versteckt und der Groll Allahs wiederum im Groll der Eltern.“

Allah habe den Muslimen geboten ihren Eltern zu gehorchen. Deshalb sollte jeder Muslim die Herzen der Eltern gewinnen und ihren Wünschen Folge leisten, solange diese nicht im direkten Widerspruch zu den Geboten und Verboten Allahs und seinem Gesandten stehen.

 

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.