Islamfeindlichkeit

Kölner Domdechant kritisiert US-Wahlspot

In einem US-Wahlspot für Donald Trump wurde Deutschland als „islamischer Staat“ dargestellt. Unter anderem wurde der Kölner Dom als islamisches Gotteshaus dargestellt. Jetzt gab es Kritik dafür.

05
11
2016
Laut Werbespot sei der Dom keine Kirche mehr, sondern eine Moschee. © https://www.youtube.com/watch?time_continue=64&v=aDMZRiYrcuE

Der Kölner Domdechant Robert Kleine hat einen US-Wahlspot für Donald Trump kritisiert. Hinter dem Youtube-Video, das den Kölner Dom mit türkischen Halbmonden auf den Spitzen zeigt, könne nur „ein kranker Geist“ stehen, sagte Kleine am Donnerstag dem Kölner domradio. Er nannte es „einfach nur abartig“, dass der Dom als einer der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands und als christliche Kirche dazu genutzt werde, „um miese Stimmung zu machen“.

Der Spot „Welcome to the Islamic State of Germany“ zeichnet als Vision ein durch radikale „Islamisten“ unterwandertes Deutschland. So wird der Dom als islamisches Gotteshaus dargestellt, und an Schloss Neuschwanstein und dem Brandenburger Tor hängen Fahnen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Der Schwarzwald ist vermint und das Oktoberfest frei von Schweinefleisch und Alkohol. Kleine erklärte, eine solche Hetze und Polemik sei völlig fehl am Platz. (KNA, iQ)

Leserkommentare

Enail sagt:
Na, dann könnte ich mal Herrn Kleine empfehlen sich mal Nord-Zypern anzuschauen. Dort sieht man ehemals christlich orthodoxe Kirchen, die von den Türken umfunktioniert wurden. Anstelle des Kirchturms befinden sich nun Minarette. Habe ich selber gesehen, als ich den Norden dieses Landes bereiste, schon in den 90iger Jahren. Der Norden unterliegt nach wie vor einer Zwangsislamisierung. Die anatolischen Türken haben in der Regel einen geringen Bildungsstand, sind dafür aber überzeugte Moslems. Dutzende von christlichen Kirchen wurden seit der türkischen Invasion zerstört oder in Moscheen umgewandelt. Klöster, die eine zweitausendjährige griechische christliche Kultur verkörpern, sind verschwunden. Das ist die Realität, gar nicht so weit weg von Trumps Hirngespinsten.
15.11.16
22:02