Berlin-Lichtenberg

Entlassener Dozent ist AfD-Stadtratskandidat

Ein Hochschuldozent hatte Mitte des Jahres islamfeindliche Äußerungen von sich gegeben und verlor damit seinen Job. Jetzt kandidiert er im Stadtrat Lichtenberg für die AfD.

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2016
AfD-Mitglieder © Metropolico.org auf flickr, bearbeitet by IslamiQ

Am Mittwoch stellte die AfD in Lichtenberg ihren Stadtratskandidaten vor. Der Stadtratskandidat in Lichtenberg ist der ehemalige Hochschuldozent Wolfgang Hebold. Damit schickt die Fraktion einen umstrittenen Kandidaten ins Rennen.

Gegen Hebold läuft ein Verfahren wegen Volksverhetzung. Der Fall hatte im Mai für Aufsehen gesorgt: Der Privatdozent soll nach Medienberichten im Internet gegen Muslime gehetzt haben. Ihm wurde auch vorgeworfen, in seinen Seminaren islamfeindliche Aufgaben gestellt zu haben.

Die Studenten sollten beispielsweise den Anteil der genitalverstümmelten Frauen in Ägypten und Malaysia mit dem Anteil der Muslime im jeweiligen Land in Verbindung bringen, wie die „Berliner Zeitung“ berichtet. In einer anderen Aufgabe habe der Dozent seine Studenten an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Schöneberg nach einem möglichen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Terroranschläge und dem Anteil der Moslems in der Bevölkerung gefragt.

Als Hebold mit seinen islamfeindlichen Aussagen im Frühjar für Aufsehen sorgte, kündigten ihm mehrere Berliner Hochschulen seine Lehraufträge.

Leserkommentare

Ali Simirliogliu sagt:
"Der Islam muß als faschistoide Ideologie entmachtet werden, sonst sind Demokratie und eine Annäherung an westlich-humane Werte unmöglich." HAMED ABDEL-SAMAD, Politologe & Autor
01.11.16
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