FREITAGSPREDIGTEN, 28.10.2016

Halal und Haram, Gute Taten und Glaube

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Muslimische Gebetsketten in einer Moschee © by Beggs auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) werden diese Woche die Grundlagen des muslimischen Lebens behandelt. Das Leben jedes Menschen folgt bestimmten Regeln. Die Regeln eines muslimischen Lebens ist das Beachten des Erlaubten (Halal) und des Verbotenen (Haram).

Die Grenze zwischen Halal und Haram beschränkt sich nicht nur auf Essen und Trinken, sondern auf alle Lebensbereiche. Damit sind auch die Verhältnisse zu den Mitmenschen, zu anderen Geschöpfen und vor allem zu Allah gemeint.

Muslime sollten nicht vergessen, dass alle Bemühungen, die das Ziel haben, im Rahmen des Erlaubten zu bleiben und Allahs Wohlgefallen zu erlangen, eine Ibâda seien. Dazu gehören auch das Versorgen der Familie und das Fernhalten von Verbotenem.

Wenn Muslime nicht so handeln, verlassen sie den Kreis des Halal und betreten den Bereich des Haram. Muslime dürfen nicht vergessen, dass das Erlaubte zu suchen und das Verbotene zu meiden die Grundlage des muslimischen Lebens sei.

Gutes Bewirken

Die Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) thematisiert die Wichtigkeit guter Taten. Dabei zitiert die DITIB eine Überlieferung vom Propheten Muhammad (s), in der es heißt: “Wer gutes Verhalten bewirkt, bekommt sowohl für die eigene Tat Lohn bei Allah als auch für die Tat derjenigen, die sie ausführen. Und wer einen Weg für üble Taten ebnet, wird sowohl die Sünde der eigenen Tat als auch die Sünde derjenigen auf sich laden, die sie seinetwegen ausführen.”

Wenn vom Bewirken guter Taten gesprochen wird, darf man nicht nur an Materielles denken. Denn das richtet sich nach dem Herzen und den Möglichkeiten jedes Einzelnen. Das Bewirken guter Taten kann unterschiedlich sein. Einem Fremden den Weg zu zeigen, sei eine genauso gute Tat, wie jemandem in seiner Verzweiflung Hoffnung zu spenden. Manchmal kann das Gute auch im Bittgebet für die Muslime in Not verborgen sein.

Die Aufgabe eines Muslims sei es, sich selbst und seine Geschwister zu jeglichen Gedanken, Worten und Handlungen anzuleiten, die sie zum Wohlwollen Allahs gelangen lassen.

Taten, die den Glauben schwächen

In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) geht es um Taten und Überzeugungen, die den Glauben schwächen. Ohne Zweifel ist der Glaube das größte Geschenk Allahs an alle Muslime. Ein Muslim, der den Wert seines Glaubens kennt, muss sich von jeder Tat, die seinem Glauben schaden könnte, fernhalten.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.