Freitagspredigten, 14.10.2016

Koranrezitation, erlaubte Speisen und Prophetenlobpreisung

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Gebetsketten
Muslimische Gebetsketten in einer Moschee © by Beggs auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

Die schöne Koranrezitation

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) wird diese Woche das Thema Koranrezitation behandelt. Muslime glauben daran, dass der Koran das Wort und die Botschaft Gottes sei und verstehen das heilige Buch deshalb als Schlüssel zur Glückseligkeit. In seiner Vielfalt impliziert der Koran Warnungen, Gebote und Verbote, Moralvorstellungen und Lehren für alle Menschen. Gläubige Muslime auf der ganzen Welt nutzen den Koran als Wegweiser für ihr Leben. Die schöne Rezitation des Koran gilt daher als wichtiger Gottesdienst und gleichzeitig auch als Balsam für die Seele.

Erlaubte Speisen und Verdienste

In der Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) geht es um das Thema „Erlaubte Speisen und Verdienste“. Gott habe als Versorger den Menschen mit vielen Gaben beschenkt. Unter diesen Gaben gibt es allerdings auch Speisen, die dem Muslim verboten sind, wie beispielsweise der Verzehr von Alkohol und Schweinefleisch. Diese Verbote dienen dem Nutzen des Menschen. Genauso verhält es sich beim Verdienst. Muslimen ist lediglich der Verdienst durch erlaubte Dingen gestattet. Um dies einzuhalten werden folgende Praktiken empfohlen: „‎Förderung eines Bewusstseins von „erlaubter ‎Nahrung und erlaubtem Verdienst“; Aneignen ‎eines nachsichtigen, verantwortungsvollen, ‎besonnenen und mäßigen Lebensstils; ‎Bewahrung der von Allah gesetzten Grenzen des ‎Erlaubten und Verbotenen; Erzeugung, ‎Erwirtschaftung sowie Verdienst aus erlaubten ‎Gütern und Aufwendung des Verdienstes im ‎erlaubten Bereich. ‎“

Lobpreisungen auf den Gesandten Allahs

Der Verband islamischer Kulturzentren (VIKZ) thematisiert in der heutigen Freitagspredigt die Lobpreisung des Propheten. Im Koran wird der Prophet als Barmherzigkeit für die Welten bezeichnet. Daran manifestiert sich die besondere Stellung des Propheten bei Gott. Seine hohe Stellung bei Gott zeigt sich an mehreren Privilegien, die er genießt: So ist er es, der am jüngsten Tag als erster Fürbitte für seine Gemeinschaft sprechen wird, er wird die größte Gefolgschaft haben und er wird der erste sein, der das Paradies betreten wird, gefolgt von seiner Gemeinschaft.

Umso wichtiger ist es für die Muslime ihrer Verantwortung, Teil seiner Gemeinschaft zu sein, gerecht zu werden und dem Propheten den gebührenden Respekt zu zollen. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass man Lobpreisungen und Bittgebete über den Propheten spricht. In einem Koranvers heißt es hierzu: „“Wahrlich, Allâh und Seine Engel sprechen den Salât auf den Gesandten. O die ihr mit dem Îmân beehrt worden seid, so sprecht auch ihr Salât und mit voller Hingabe Selam auf ihn.“

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.

Leserkommentare

Holger Berger sagt:
In diesen Predigten wird der Gehorsam gegenüber Autoritäten gelehrt und eingefordert. Es wird Respekt verlangt. Der einzelne soll diesen Autoritäten folgen und sich unterwerfen. Ich halte diese Sichtweisen für oftmals verhängnisvoll und falsch. Hoffentlich darf ich das hier so sagen. In Deutschland darf man nämlich immer andere Ansichten haben als sog. Autoritäten.
25.10.16
12:47